Globus:Baut stationären Handel digital aus

Bildquelle: LP Archiv

Globus Baut stationären Handel digital aus

Mit einem Umsatz von 7,59 Mrd. Euro legte die Globus-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 (1.7.2017 bis 30.6.2018) erneut leicht zu (plus 1 Prozent) und erreicht ein EBIT von 267 Mio. Euro. Damit ist die Gruppe offenbar in allen Geschäftsbereichen erfolgreich auf dem Weg von der traditionellen Einkaufsstätte zum modernen Lebensmittelpunkt. „Die Digitalisierung erweitert das Spektrum unserer Möglichkeiten“, so Globus-Chef Thomas Bruch (Foto).

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„Wir können damit unsere Verbindung zum Kunden intensivieren und seine Wünsche noch besser treffen. Aber nur in Verbindung mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort können wir das Unternehmen sein, das den Unterschied macht“, sagt Thomas Bruch, geschäftsführender Gesellschafter der Globus-Gruppe.

„‘Essen‘ ist zum zentralen Thema unserer Alltagskultur geworden. Der Besuch bei Globus geht mittlerweile weit über den Versorgungseinkauf hinaus“, ergänzt Johannes Scupin, Sprecher der Geschäftsführung Globus SB-Warenhaus. „Wer zu uns kommt, verbringt ganz bewusst seine Freizeit hier.“ Die aktuellen Geschäftsjahreszahlen belegen, dass Globus mit vielfältigen Treffpunkten wie seinen Globus-Cafés oder der neuen „Weinwelt“ den Puls der Zeit trifft.

Mit einem Umsatz von 3,34 Mrd. Euro (plus 0,5 Prozent) wächst die SB-Warenhaussparte mit ihren 18.900 Mitarbeitern an 46 Standorten weiter leicht.

Globus profitiert dabei auch von seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Gastronomie. Mit ihr beweist das Unternehmen wie kein Zweites im deutschen Lebensmittelhandel Entwicklungsfreudigkeit und Stärke. Mit seinem Online-Plattenservice für Sushi, Fisch und Käse verbindet das Unternehmen seine Eigenproduktion mit einem ersten Schritt in Richtung Click&Collect.

Das digitale Kundenverbindungsprogramm „Mein Globus“ reichert das stationäre Angebot der Globus SB-Warenhäuser um ein eigenes digitales Loyalty-Programm an. Etwas mehr als ein Jahr nach der Einführung zählt Globus 600.000 Kundenkartenbesitzer. Seit dem Frühjahr können diese bei jedem Einkauf zusätzlich Bonuspunkte sammeln. „‘Mein Globus‘ ist als die lokalste Kundenkarte konzipiert. Dafür arbeiten wir bereits mit mehr als 300 Partnern zusammen, etwa den Mietpartnern in unseren Märkten und regionalen Unternehmen“, sagt Johannes Scupin.

In Tschechien legte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017/2018 nochmals um 5,7 Prozent zu und überschreitet erstmals die Umsatzhürde von einer Milliarde Euro (1,03 Mrd. Euro). In seinen 15 Hypermärkten investierte das Unternehmen weiter in neue Technologien und die Ausstattung der Produktionsstätten vor Ort. „Kundenmagnet in Tschechien ist und bleibt unsere Eigenproduktion“, sagt Hans-Jörg Bauer, Sprecher der tschechischen Globus-Geschäftsführung. Darauf setzt auch die neu entwickelte Eigenmarke „Poctivá výroba Globus“ (PVG), zu Deutsch „Ehrliche Produktion Globus“ auf. Sie umfasst mehr als 700 Produkte, die frisch und vor Ort von den Globus-Mitarbeitern hergestellt werden.

Ganz neu ist das Kleinflächenformat Globus Fresh. Auf 300 übersichtlichen Quadratmetern bietet Globus damit in der Innenstadt der tschechischen Großstadt Pardubice ein vielseitiges Angebot aus Globus-eigener Bäckerei und Fachmetzgerei an.Mit dem Satellit möchte Globus Kunden, die etwas weiter weg vom eigentlichen Hypermarkt wohnen und einen längeren Anfahrtsweg haben, mit Produkten aus hauseigener Herstellung versorgen. Aktuell liegt der Fokus in Tschechien zudem auf der Entwicklung mobiler Applikationen. Auch am Eintritt in den E-Commerce wird weiter gefeilt: In Prag-Zličín testet das Unternehmen aktuell den Click-&Collect-Service „Click&Go“.

Globus Russland: In Russland entwickelt sich Globus mit seinem Konzept des produzierenden Händlers ebenfalls solide weiter und steigert seinen Umsatz auf 100,61 Mrd. Rubel (1,43 Mrd. Euro; plus 4,9 Prozent währungsbereinigt). Und das, obwohl kleinere Handelsformate in den Wohngebieten im Umland Moskaus stark expandieren.

Insgesamt 172 Standorte betreibt die Globus-Gruppe in Deutschland, Russland und Tschechien. Anhaltend hohe Investitionen in die Kompetenzbereiche Frische und Eigenproduktion sowie die Modernität der Märkte steigern deren Attraktivität kontinuierlich. „Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir rund 333 Mio. Euro investiert“, berichtet Christian Heins, Geschäftsführer Finanzen und Immobilien der Globus Holding. Die deutschen SB-Warenhäuser investierten etwa 35 Millionen Euro, insbesondere in die Weiterentwicklung ihrer Gastronomiekonzepte sowie in Modernisierungen im Bereich Ladenbau.