Europäischer Rechnungshof Kontrollstatus für Bio-Lebensmittel

Das Angebot von Bio-Lebensmitteln kann die deutlich gestiegene Nachfrage in der Europäischen Union nicht decken. Dadurch entsteht ein potenzieller Anreiz für Betrug beim Handel mit Bio-Produkten. Der Europäische Rechnungshof (EuRH) führt deshalb derzeit eine Prüfung der in der EU vorgenommenen Kontrollen ökologisch erzeugter Lebensmittel durch.

Dienstag, 06. März 2018 - Handel
Brüssel Thomas A. Friedrich
Artikelbild Kontrollstatus für Bio-Lebensmittel
Bildquelle: LP

Die Prüfer nehmen das Kontrollsystem ins Visier, das die Produktion, die Verarbeitung, den Vertrieb und die Einfuhr ökologischer/biologischer Erzeugnisse regelt. Die in Luxemburg im Auftrag der EU ansässigen Prüfer wollen herausfinden, ob seit dem letzten Kontrollzyklus des Jahres 2012, die Verbraucher heute stärker als in der Vergangenheit darauf vertrauen können, dass Erzeugnisse tatsächlich ökologisch sind. Die Ergebnisse des EuRH-Prüfungsberichtes zu Öko-Lebensmitteln sollen Anfang 2019 veröffentlicht werden.

Die Umsätze des Einzelhandels auf dem EU-Markt für Bio-Produkte stiegen zwischen 2010 und 2015 nach Angaben des Europäischen Statistikamtes (Eurostat) um 54 Prozent an. Im selben Zeitraum vergrößerte sich die ökologisch/biologisch bewirtschaftete Anbaufläche insgesamt um 21 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Einfuhren von Bio-Produkten aus Drittstaaten von außerhalb der EU zwischen 2012 und 2015 um 32 Prozent an.

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