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Streik Brandenburg und Osnabrück derzeit aktiv

Lebensmittel Praxis | 30. Juni 2017
Streik: Brandenburg und Osnabrück derzeit aktiv

Bildquelle: Verdi

In den Tarifverhandlungen für den Einzelhandel hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Streiks aufgerufen.

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An dem Ausstand im Raum Osnabrück beteiligten sich heute Verdi zufolge etwa 40 Gewerkschaftsmitglieder. Betroffen waren unter anderem Toy'R'Us, Edeka-Märkte und Ikea. In einigen Betrieben soll dort auch am Samstag gestreikt werden. Verdi fordert eine Erhöhung der Einkommen um 6 Prozent, ein Mindesteinkommen von 1.900 Euro im Monat sowie die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Erhöhung um zunächst 1,5 Prozent und eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent nach einem Jahr sowie jährliche Einmalzahlungen von je 150 Euro, wie der Geschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, Hans-Joachim Rambow, sagte. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 2. August in Hannover angesetzt.

 

In Brandenburg geht es sowohl um höhere Löhne als auch um Steigerungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. Die Gewerkschaft fordert für die rund 84 000 Beschäftigten im Brandenburger Einzelhandel vom 1. Juli an eine Erhöhung des Stundenlohns um einen Euro. Zudem fordert sie eine Angleichung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds an das Niveau des Berliner Einzelhandels. Die Einkommensdifferenz betrage zurzeit etwa 420 Euro, so die Gewerkschaft. Deswegen traten hier heute Beschäftigte mehrerer Einzelhandelsfilialen in einen Warnstreik. Zu einer Kundgebung in Potsdam seien am Freitag rund 80 Beschäftigte angereist, sagte Sabine Zimmer von der Gewerkschaft Verdi. Diese geringe Zahl sei dem Berliner Wetter samt landunter geschuldet. So hätten die Beschäftigten von Kaufland in Oranienburg nicht kommen können, weil ihre Filiale komplett unter Wasser steht.