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Hygienepapiere Neue Bedürfnisse

Sonja Plachetta | 15. Dezember 2011

Der demografische Wandel verändert die Nachfrage nach Hygieneartikeln. Zum Beispiel besteht für Inkontinenzprodukte noch ein großes Potenzial.

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Ein echter Mehrwert beim Toilettenpapier, Sicherheit und ein frisches Gefühl bei Damenhygiene- und Inkontinenzprodukten: Das sind die Anforderungen, die die Kunden heute erfüllt wissen möchten. Ob sie dann zu einem Marken- oder Handelsmarkenartikel greifen, variiert je nach Produkt und Vertriebsschiene stark. Während nach Zahlen von SymphonyIRI 2011 bis Ende Oktober der Anteil an Handelsmarken bei trockenem Toilettenpapier, das bei Discountern gekauft wurde, fast 97 Prozent ausmachte, griffen die Verbraucherinnen im selben Zeitraum in Drogeriemärkten bei Damenhygieneartikeln zu fast 95 Prozent zu Markenware. Auch der demografische Wandel verändert die Bedürfnisse. Während Damenhygieneprodukte bis Ende Oktober einen Umsatzrückgang um 2,4 Prozent aufwiesen, legten Inkontinenzartikel um 2,9 Prozent zu.

Toilettenpapier: Der Umsatz beim Toilettenpapier ging bis Ende Oktober insgesamt um 2,3 Prozent zurück. Trotzdem bleibt das Segment mit einem Umsatzvolumen von 1,04 Mrd. Euro von zentraler Bedeutung. „Marken können neue Kunden nur durch echte Innovationen mit erlebbarem Mehrwert gewinnen“, sagt Thomas Kaiser, Geschäftsführer von Kimberly Clark in Deutschland. „Dieser kann sowohl ästhetisch (Farbe/Dekor) als auch funktional durch Wirkstoffe wie Kamille oder Aloe vera erfüllt werden.“ So sollen etwa vor der Fußball-Europameisterschaft individuell für Hakle gestaltete Designer-Designs die Verbraucher begeistern. SCA bietet eine limitierte Sonderedition von Zewa Soft Das Verwöhnsichere in Lila an, damit der Verbraucher Farbakzente im Bad setzen kann. Außerdem gibt es von Das Samtige eine Sonderedition Winterduft. Beim feuchten Toilettenpapier ist die Markentreue außer bei Discountern noch höher, in Verbrauchermärkten lag sie bis Ende Oktober immerhin noch bei 56,2 P rozent. In dieser Kategorie sieht Katrin Boettger, Director Marketing Brand Regional Center bei SCA, noch Wachstumspotenzial. „In Deutschland nutzen nur etwa 30 Prozent der Verbraucher feuchtes Toilettenpapier, in der Schweiz sind es 40 Prozent.“ Das wachsende Pflege- und Hygienebedürfnis der Verbraucher spiele ebenfalls eine Rolle. SCA trägt dem Rechnung, indem Anfang Januar 2012 die neue Variante Tempo Feuchte Toilettentücher „sanft & schonend“ eingeführt wird.