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Müsli Besondere Werte sind gefragt - authentische Marken

Dieter Druck | 16. Januar 2015

Müslis sind derzeit die treibende Kraft bei Frühstücksprodukten. Hersteller empfehlen dem Handel, die Regalanteile marktkonform anzupassen. Glutenfreie Produkte versprechen neue Perspektiven. Reizvoll erscheint auch die Nische alte Getreidesorten.

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„Ich glaube, außerhalb des Discount-Bereichs ist es klar, dass ich nicht mehr mit irgendeinem Müsli punkten kann“, erklärt Max Wittrock, Geschäftsführer von Mymuesli.de. „Unsere Kunden z. B. sind sehr anspruchsvoll, wir kommunizieren viel mit Ihnen und bekommen ständig Feedback zur Verbesserung der Produkte.“

Außerdem ist Wittrock überzeugt vom Zusammenspiel von On- und Offline in allen Bereichen. „Unsere Webseite wird immer unser stärkster Kanal sein, im Zusammenspiel mit unseren eigenen Läden, mittlerweile 16, und dem LEH ist das aus Kundensicht ideal: Ich habe es sehr einfach, an mein Lieblingsmüsli zu kommen, ob on- oder offline.“ Die Neueröffnung weiterer Mymuesli-Standorte sei für die nächsten Monate geplant. Ebenso der Distributionsausbau im LEH. „Vor drei Jahren wussten wir noch nicht, dass wir mal offline über den LEH verkaufen würden. Wir bauen unsere Distribution aus, aber nur so, dass wir auch unsere Qualität in allen Belangen sicherstellen können.“

Das gleiche Ziel verfolgt die Tiroler Biomanufaktur Verival im deutschen Markt – mehr Präsenz. Geboten werden Bio-Produkte mit Unterscheidungsmerkmalen. Beispielsweise basiert das Urkorn Müsli auf alten Getreidesorten wie Emmer, Einkorn- und Dinkelvarianten mit Sortennamen wie Ebners Rotkorn und Ostro. Seit vier Jahren verfolgt das Unternehmen ein eigenes Rekultivierungsprojekt für alte Getreidesorten. Seit Herbst des Jahres werden alle Flocken in den Müsli ausschließlich aus diesen hergestellt. Die jüngste Range sind die Bio-Porridges. Vier Sorten gibt es. Ausgewählte Produkte werden auch als Portionspackungen zum Snacken angeboten. Die Produkte finden sich u. a. bei Rewe, Edeka, Tengelmann, Globus, Galeria Kaufhof. In Österreich ist Verival bei Spar, Rewe und M-Preis gelistet.

Einen anderen Ansatz hat die Mühldorfer Ceralia GmbH gefunden. Bei der Marke BeOrigin kann über einen QR-Code auf der Verpackung der Kunde alle Zutaten lückenlos zurückverfolgen. Er erhält Infos zur geografischen Herkunft und über den Erzeuger der Bio-Produkte. „Das Konzept von BeOrigin schafft auf Kundenseite Markensympathie und Vertrauen“, ist man in Mühldorf überzeugt. Als wird Ziel ausgegeben, die glaubwürdigste Marke im Bereich Bio-Müslis, Porridges und Beilagen-Propdukte zu werden. Und außerdem könne jedes Produkt mit einer Geschichte aufwarten.

der Berufspendler frühstücken laut Aral-Studie zur Unterwegsversorgung immer noch in den eigenen vier Wänden. Allerdings ist bei den Jüngeren die Tendenz, das Haus mit leerem Magen zu verlassen, ausgeprägter.

Am richtigen Platz?

Grundsätzlich sollten Cerealien/Müsli in der Nähe anderer Produkte der Frühstückskategorie folgen, z. B. Kaffee/Tee, Marmelade.

Eine erfolgversprechende Zweitplatzierungsoption ist die Nähe zum Milchregal.

Die gemeinsame Platzierung von traditionellen Cerealien und und Müsli ist üblich, doch sollten innerhalb dieser die beiden Subkategorien deutlich getrennt sein Denn 60 Prozent der Käufe sind geplant, auch was Marke und Sorte angeht, aber am Regal wird wenig Zeit für die Suche aufgewendet.