Getränkeindustrie Hitze sorgt für Engpass bei Wasserflaschen und Kästen

Die Rekordhitze treibt den Wasserverkauf in die Höhe – doch die Verbraucher bringen ihr Leergut nicht schnell genug zurück. Mineralwasser-Abfüller melden einen Logistik-Engpass bei Flaschen und Kästen. Einen Versorgungsengpass sieht die Branche dennoch nicht.

Donnerstag, 13. August 2026, 10:22 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Trotz des Leergut-Engpasses sehen die Verbände keine generellen Versorgungsengpässe. Nur einzelne Marken könnten vorübergehend nicht verfügbar sein. Bildquelle: Getty Images

Die anhaltende Hitze in Deutschland sorgt bei Mineralwasser-Abfüllern für einen Engpass bei Flaschen und Kästen. Seit Ende Juni gebe es einen anhaltenden „Logistik-Engpass“, teilte der Verband Deutscher Mineralbrunnen in Bonn mit. Die Verbraucher kauften zwar deutlich mehr Wasser als üblich, brächten das Leergut aber nicht schneller zurück. Das führe zu einem „kleinen Stau“, so eine Sprecherin des Verbands.

Einen Versorgungsengpass sieht der Verband dennoch nicht. Lediglich einzelne Marken könnten vorübergehend nicht verfügbar sein. Der Verband rief die Verbraucher dazu auf, leere Flaschen und Kästen möglichst zügig zurückzugeben.

Auch die Getränkegroßhändler spüren die gestiegene Nachfrage, vor allem bei alkoholfreien Getränken. Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels in Düsseldorf rechnet nach eigenen Angaben aber ebenfalls nicht mit Versorgungsengpässen. Die Mitglieder hätten sich auf den Sommer vorbereitet und ihre Lagerbestände im Vorfeld aufgestockt. „Die größte Herausforderung besteht vielmehr darin, den erhöhten Warenumschlag logistisch zu bewältigen“, zitierte der Verband seinen Sprecher in einer Mitteilung. Das Leergut müsse so schnell wie möglich in den Kreislauf zurückgelangen.

Der Deutsche Brauer-Bund in Berlin sieht keinen Handlungsbedarf. „Der Nachschub mit Leergut ist gesichert, Engpässe sind uns nicht bekannt“, teilte der Verband mit. Im Juni und Juli war es in Westeuropa und damit auch in Deutschland so heiß wie nie zuvor – mit spürbaren Folgen für die gesamte Getränkewirtschaft.

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