Papierindustrie Koehler-Gruppe steigert Papierabsatz trotz Umsatzrückgang

Die auf Spezialpapier und Papierverpackungen spezialisierte Koehler-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,059 Milliarden Euro erzielt. Das sind 32 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig verkaufte das Unternehmen mehr Papier und übernahm den Logistiker Klumpp + Müller.

Montag, 28. September 2026, 12:08 Uhr
Manuel Glasfort
Der Vorstand der Koehler-Gruppe blickt zurück auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2025 (von links): Kai Furler (Vorstandsvorsitzender), Dr. Stefan Karrer (Vorstand Technik), Philipp Prechtl (Vorstand Strategie) und Frank Lendowski (Vorstand Finanzen und Verwaltung). Bildquelle: Koehler Group

Die Koehler-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,059 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als das Unternehmen noch 1,091 Milliarden Euro umsetzte. Das teilte das Familienunternehmen mit. Der Papierabsatz stieg hingegen auf 502.168 Tonnen, nach 490.889 Tonnen im Vorjahr.

Das Unternehmen begründete die Umsatzentwicklung mit einem anspruchsvollen Marktumfeld. Die Papierindustrie habe sich mit einer niedrigen Kapazitätsauslastung und einer verhaltenen Marktentwicklung konfrontiert gesehen, teilte Koehler mit. Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland sei vergleichsweise schwach geblieben. Besonders positiv habe sich der Standort Oberkirch entwickelt, hieß es.

Ein strategischer Schwerpunkt des Jahres 2025 war nach Angaben des Unternehmens die Übernahme des Logistikunternehmens Klumpp + Müller. Mit dem Erwerb schafft die Koehler-Gruppe nach ihrer Einschätzung die Grundlage für ein drittes Geschäftsfeld neben Papier und erneuerbarer Energie. Die wirtschaftliche Wirkung des Zukaufs trat zum 1. Januar 2026 ein. Durch die Integration stärke das Unternehmen seine Unabhängigkeit in Transport- und Logistikfragen, hieß es.

Koehler investiert 108 Millionen Euro in Standorte und Windpark

Die Koehler-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2025 rund 108 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Investitionen zählten der Erwerb neuer Grundstücke und Gebäude am Stammsitz Oberkirch, Maßnahmen am Standort Kehl sowie die Entwicklung des Campus Willstätt, wie das Unternehmen informierte. Außerdem investierte Koehler in den Bau des Windenergieparks Höringhausen. Die Eigenkapitalquote belief sich bei einer gestiegenen Bilanzsumme auf 47,4 Prozent.

„Wir haben 2025 wichtige strategische Entscheidungen getroffen, um die Koehler-Gruppe langfristig erfolgreich aufzustellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Kai Furler. Die Integration von Klumpp + Müller erweitere das Geschäftsmodell um das neue Geschäftsfeld Logistik und stärke die Wertschöpfungskette. In der Gruppe waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.512 Mitarbeiter an den weltweiten Standorten beschäftigt, nach 2.514 im Vorjahr. Der Exportanteil lag 2025 bei rund 70 Prozent.

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