Cola-Mix-Markt Paulaner bringt Spezi nach Österreich

Die Münchner Brauerei hat sich per Lizenzvertrag mit Almdudler die Rechte gesichert, ihr Cola-Mix-Getränk ab 2027 auch in Österreich zu verkaufen. Paulaner treibt damit die Internationalisierung seiner Marke Spezi weiter voran. Bereits ein Drittel des Absatzes erzielt die Brauerei nicht mit Bier, sondern mit Erfrischungsgetränken.

Dienstag, 11. August 2026, 09:46 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Cola-Mix-Getränke machen in Deutschland inzwischen rund 30 Prozent des Umsatzes klassischer Cola-Getränke aus. Bildquelle: Paulaner

Die Paulaner Brauerei will ihr Cola-Mix-Getränk Spezi ab 2027 auch in Österreich verkaufen. Dazu hat das Münchner Unternehmen eine Lizenzvereinbarung mit dem österreichischen Limo-Hersteller Almdudler geschlossen, dem Inhaber der Markenrechte für Spezi in Österreich. Über die Inhalte der Vereinbarung vereinbarten beide Seiten Stillschweigen, wie Paulaner mitteilte.

Die Frage, wer das Getränk wo unter dem Namen Spezi vertreiben darf, ist seit Langem kompliziert. In Deutschland hält die Augsburger Brauerei Riegele seit den 1950er-Jahren die Namensrechte. Paulaner darf die Marke seit einer Einigung in den 1970er-Jahren nutzen und bezeichnet sich nach eigenen Angaben als Marktführer im Cola-Mix-Segment. Bereits im vergangenen Jahr sicherte sich Paulaner von Riegele die Erlaubnis, Spezi auch in der Schweiz, Spanien, Italien, Frankreich und Polen anzubieten. Österreich fehlte bislang, weil dort Almdudler die Markenrechte besitzt.

Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling sieht in der Vereinbarung offenbar Vorteile für die gesamte Kategorie. „Eine weitere starke Spezi-Marke wird dazu beitragen, die Attraktivität der gesamten Cola-Mix-Kategorie zusätzlich zu steigern“, zitierte ihn das Unternehmen in der Mitteilung. Paulaner-Chef Jörg Biebernick erklärte: „Der österreichische Markt passt hervorragend zu unserer Marke, und wir sind überzeugt, dass wir dort viele neue Fans gewinnen werden.“

Zum Marktstart soll Paulaner Spezi den Angaben zufolge sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie erhältlich sein. Paulaner erwirtschaftet nach eigener Darstellung rund ein Drittel seines Absatzes nicht mit Bier, sondern mit Erfrischungsgetränken. Biebernick bezeichnete diesen Bereich als „strategisch besonders wichtiges Wachstumsfeld“ und verwies auf eine wachsende Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen. Laut Paulaner entspricht der Umsatz von Cola-Mix-Getränken in Deutschland inzwischen rund 30 Prozent des Umsatzes klassischer Cola-Getränke.

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