Die Konsumstimmung in Deutschland bleibt schwach. Zwar hat sich das Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) im September 2026 nach einem Rückgang im August leicht erholt, doch der Wert liegt weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn ist das Barometer gesunken, eine spürbare Belebung des privaten Konsums zeichnet sich laut der Mitteilung des Verbandes nicht ab.
Als Belastungsfaktor nennt der HDE die weiterhin unruhige geopolitische Lage, bei der eine durchgreifende Besserung nicht absehbar sei. Die Verbraucher erwarten den Angaben zufolge zudem eine steigende Inflationsrate. Auch die Einkommenserwartung veränderte sich gegenüber dem Vormonat kaum.
Einen Lichtblick sieht der Verband in der leicht gestiegenen Anschaffungsneigung der Verbraucher, die sich auf einem vergleichbaren Niveau zum Vorjahr bewege. Zudem zeige sich eine Verschiebung vom Sparen hin zum Konsum. Auch die konjunkturelle Entwicklung bewerteten die Befragten etwas optimistischer als im August, wenngleich der Wert unter dem Vorjahresniveau verbleibe.
HDE hofft auf besseres Schlussquartal
Dass das Barometer zumindest nicht weiter gesunken ist, lässt nach Einschätzung des HDE die Hoffnung bestehen, dass sich die Konsumstimmung im letzten Quartal des Jahres positiv entwickeln könnte. Insgesamt bleibt die Entwicklung der Verbraucherstimmung in diesem Jahr jedoch schwach.
Das HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Befragung von 1.600 Personen und bildet nach eigenen Angaben nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten. Erstellt wird es vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag des HDE.
