Die Inflation in Deutschland zieht wieder an. Im Juli 2026 dürfte die Inflationsrate voraussichtlich bei 2,8 Prozent liegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vormonat Juni steigen die Verbraucherpreise demnach um 0,8 Prozent.
Besonders stark verteuerte sich Energie: Die Preise stiegen den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 Prozent. Damit beschleunigte sich der Preisanstieg bei Energie deutlich. Im Juni 2026 hatte die Teuerungsrate für Energie noch bei 3,4 Prozent gelegen, im Mai bei 6,6 Prozent.
Die sogenannte Kerninflation – also die Preisentwicklung ohne die schwankungsanfälligen Bereiche Nahrungsmittel und Energie – lag laut dem Statistischen Bundesamt im Juli 2026 voraussichtlich bei 2,4 Prozent.
Die Behörde stützt ihre Schätzung auf bisher vorliegende Ergebnisse. Die Inflationsrate misst die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat. Neben dem nationalen Verbraucherpreisindex berechnet das Statistische Bundesamt auch den harmonisierten Verbraucherpreisindex, der als zentrales Maß für die Preisstabilität im Euroraum dient. Seit Januar 2026 gelten für diesen harmonisierten Index nach Angaben der Behörde erhebliche methodische Änderungen.
