Edeka-Verbund „Keine Inflationsgewinner“

Hat sich der Handel an der hohen Inflation bereichert, Stichwort „Gierflation“? „Nein“, heißt es bei der Edeka mit Verweis auf eine aktuelle Analyse von CRA (Charles River Associates). Für den Vorstandsvorsitzenden Markus Mosa (Foto) ist nun die Industrie an der Reihe, gesunkene Rohstoffpreise an die Kunden weiterzugeben.

Dienstag, 18. Juli 2023 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild „Keine Inflationsgewinner“
Bildquelle: Edeka

Für die Analyse nahm CRA nach einer Pressemeldung der Edeka Daten der Einkaufs- und Verkaufs-Preisentwicklung von zwei Regionalgesellschaften sowie Netto Marken-Discount unter die Lupe: „Die Auswertung bestätigt, dass sich die Einkaufs- und Verkaufspreise bei Edeka Südbayern, Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen und bei Netto Marken-Discount zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2023 im Durchschnitt annähernd gleichermaßen prozentual erhöht haben.“

Für Netto erfolgte die Auswertung auf Basis aller im Sortiment geführten Artikel, so die Edeka. Bei den Regionalgesellschaften sei die Auswertung auf Basis einer breiten Stichprobe von Eigenmarken- und Markenartikeln aus 16 Warengruppen durchgeführt worden. „In der Stichprobe wurden sowohl die 30 umsatzstärksten Marken- und Eigenmarkenartikel pro Warengruppe berücksichtigt, als auch 30 durchschnittlich häufig verkaufte Markenartikel aus jeder Warengruppe.“

„Der Edeka-Verbund hat sich demnach nicht an der hohen Inflation bereichert bzw. diese auch nicht nach oben getrieben. Dort wo es möglich ist, werden Preisvorteile im Einkauf immer zügig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben“, sagt Markus Mosa. Etwas anderes wäre in dem scharfen wettbewerblichen Umfeld im deutschen Lebensmitteleinzelhandel auch gar nicht denkbar. Nach seinen Angaben hat das Unternehmen allein in diesem Jahr bereits für mehr als 1.300 Artikel über alle Warengruppen hinweg dauerhaft die Preise gesenkt.

„Wir fordern die Markenartikelindustrie auf, bei nun sinkenden Rohstoffpreisen, kurzfristig ihre Preise zu senken“, sagt Markus Mosa. „Zurzeit stellen wir in verschiedenen Sortimentsbereichen fest, dass die Rohstoffpreise sinken. Diese fallenden Rohstoffpreise müssen jetzt bei den Verbrauchern in Deutschland ankommen, auch wenn einige Industriekonzerne dies immer noch explizit ablehnen. Man kann nicht zwei Jahre mit Verweis auf die Rohstoffpreise Preiserhöhungen einfordern und sich dann bei fallenden Preisen nicht mehr daran erinnern“, so Mosa weiter.

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