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HDE Mr. Sonntagsöffnung fordert Belastungsmoratorium

Lebensmittel Praxis | 19. November 2020
HDE: Mr. Sonntagsöffnung fordert Belastungsmoratorium

Bildquelle: HDE

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (Foto) nutzt den Deutschen Handelskongress 2020, um seine Forderungen nach Hilfe für Innenstadthändler und rechtssichere Sonntagsöffnungen zu bekräftigen. Ansonsten drohten durch die massiven Auswirkungen der Corona-Krise Insolvenzen im Handel und verödete Innenstädte.

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„In der Krise hat sich gezeigt, dass der Handel sehr viel mehr ist als nur ein Versorger. Gerade der innerstädtische Handel ist ein wichtiger Ort der Begegnung und Kommunikation – auch in Zeiten von Maskenpflicht und Abstandsregeln“, so der HDE-Präsident. Allerdings leide gerade der kleine und mittelständische Handel in den Innenstädten unter der Corona-Pandemie und dem zweifachen Lockdown. In vielen Fällen stünden die Unternehmen vor der Insolvenz. Sanktjohanser: „Wenn die Politik nicht beherzt gegensteuert, könnten am Ende der Krise bis zu 50.000 Geschäfte vom Markt verschwunden sein.“ Eine konzertiere ‚Aktion Innenstadt‘ von Bund, Ländern und Kommunen sei nötig.

Zudem machte Sanktjohanser deutlich, dass die Unternehmen in der aktuell schwierigen Zeit nicht mit immer neuen bürokratischen Regelungen konfrontiert werden sollten. Außerdem appellierte der HDE-Präsident an die Gewerkschaft Verdi, gemeinsam am Erhalt möglichst vieler Handelsunternehmen zu arbeiten und den Widerstand gegen rechtssichere Sonntagsöffnungen aufzugeben.

Neben den Sofortmaßnahmen zur akuten Krisenbewältigung sieht der HDE die Politik in der Pflicht, in dieser schwierigen Phase keine neuen Belastungen für die Wirtschaft auf den Weg zu bringen. „Wir brauchen ein Belastungsmoratorium. Es ist jetzt nicht die Zeit für einen in der Praxis überflüssigen Rechtsanspruch auf Homeoffice oder für ein nationales Lieferkettengesetz, das die Händler überfordert“, so Sanktjohanser. Zudem richtete der HDE-Präsident einen Appell an die Gewerkschaft Verdi: „Mit seinen Klagen gegen Sonntagsöffnungen stellt sich Verdi nicht nur gegen das Gemeinwohl, sondern handelt letztlich gegen die Interessen seiner eigenen Mitglieder.