Fleischhersteller Comeback der Bedientheke – wie der Wolf-Chef die Zukunft plant

Hintergrund

Christian Wolf erklärt im Interview die Wandlung seines Fleischunternehmens zu einem Lebensmittelkonzern, den Übergang in die fünfte Generation – und warum der Hersteller Spezialist für Bedientheken bleibt.

Freitag, 12. September 2025, 07:40 Uhr
Jens Hertling
Christian Wolf leitet die Wolf Firmengruppe seit zehn Jahren in vierter Generation. Bildquelle: Wolf

Herr Wolf, in diesem Jahr feiern Sie das hundertjährige Firmenjubiläum. Wie fühlt sich das an?

Es ist definitiv eine große Verantwortung, das Unternehmen in der vierten Generation weiterzuführen. Ich sehe es als meine Verpflichtung, das Unternehmen weiterzuentwickeln und mich nicht auf Erreichtem auszuruhen. In einem herausfordernden Marktumfeld das Unternehmen zu repräsentieren und weiter auszubauen, erfüllt mich mit Stolz und motiviert mich.

Da wir gerade vom schwierigen Marktumfeld sprechen: Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Situation der Firmen in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie?

Der Absatz in der gesamten Branche ist eingebrochen. Viele Unternehmen kämpfen mit Auslastungsproblemen, da es schlicht zu viele Produktionsstätten für die aktuelle Nachfrage gibt.

Wie reagiert Ihr Unternehmen auf diese Situation?

Um den Absatz zu steigern, haben wir neue Sortimente entwickelt und strategische Partnerschaften mit unseren wichtigsten Kunden aufgebaut. In den letzten zwei Jahren ist es uns gelungen, den Absatz erneut zu steigern.

Wie wird sich der Kostendruck für die Unternehmen entwickeln? Wird er weiter zunehmen?

Ja. Der Mindestlohn soll in zwei Stufen bis 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde steigen. Die Regierung versucht zwar, die Energiekosten zu senken, es gibt jedoch EU-Vorgaben, die bis 2030 erfüllt werden müssen. Diese beinhalten Gesetze zur Besteuerung von Gas und Strom, die in den kommenden Jahren in Kraft treten werden. Das wird sich auf die Energiepreise auswirken. Auch der Verpackungsbereich sollte ebenfalls nicht vergessen werden.

Können Sie kurz auf die Thematik eingehen?

Bis 2030 müssen alle EU-Staaten das Klimaabkommen umsetzen und ausschließlich nachhaltige Folien verwenden. Um auf diese neuen, zu 100 Prozent recyclingfähigen Folienarten umzustellen, müssen wir unsere alten Verpackungsmaschinen entweder umrüsten oder neu kaufen. Das wird in den nächsten viereinhalb Jahren eine große Herausforderung, denn es handelt sich natürlich um einen erheblichen Kostenfaktor.

In der Fleischwirtschaft ist Zeitarbeit und Werkverträge inzwischen verboten. Geregelt ist das im Arbeitsschutzkontrollgesetz. Gibt es dazu Neuigkeiten?

Wir kämpfen dafür, dass zumindest Werksverträge wieder erlaubt werden. Das Verfahren läuft noch. Es gibt keine einheitliche Regelung. So entscheiden die Gerichte in Hamburg beispielsweise anders als die in Süd- und Ostdeutschland. Das macht die Situation komplizierter. Wir setzen uns für ein neues Gerichtsverfahren ein, bei dem die Rechtsprechung in ganz Deutschland gilt.

Warum sind Werkverträge für Ihre Branche so wichtig?

Insbesondere in der Logistik und den angrenzenden Bereichen, aber auch in der Produktion, wären Werksverträge hilfreich, da wir mit stark schwankenden Produktionsauslastungen zu kämpfen haben. Es wäre einfacher für uns, wenn wir nicht alle Mitarbeiter fest anstellen müssten, wie es derzeit durch das GSA-Gesetz vorgeschrieben ist.

Ist Ihre vor fünf Jahren begonnene Neuausrichtung mit dem diesjährigen Firmenjubiläum abgeschlossen?

Wir haben den Umbau vom Fleisch- und Wursthersteller zum Lebensmittelhersteller nun abgeschlossen. Unter dem neuen Namen „Wolf Echter Essgenuss” sind wir nun noch breiter im Lebensmittelbereich aufgestellt. Unser Angebot bauen wir in Zukunft weiter aus. Deshalb haben wir unsere Dachmarke geändert. Früher hießen wir „Wolf Echt gute Wurst”, jetzt sind wir „Wolf Echter Essgenuss”. So präsentieren wir uns nach außen.

Was ändert sich außerdem bei Ihrer Marke?

Unter dieser Dachmarke gibt es drei Marken: „Wolf Echt gute Wurst” für alles rund um Wurst, „Wolf Echter Essgenuss” für Convenience-Produkte im LEH und Discount für Endverbraucher – von Nachspeisen bis hin zu allem rund um Fertiggerichte und die gesetzte Marke „Forster” für Convenience-Produkte speziell für den Food-Service-Bereich.

Weshalb erfolgte eine Neuausrichtung Ihrerseits?

In Deutschland ist der Absatz von Schweinefleisch in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, müssen wir uns deshalb auf neue Geschäftsfelder konzentrieren. Wir beschränken uns nicht mehr nur auf Fleisch und Wurst, sondern positionieren uns als umfassender Lebensmittelhersteller. Dementsprechend hat das Unternehmen sein gesamtes Fleischgeschäft, einschließlich Grillfleisch und SB-Fleisch, eingestellt.

Wo setzen Sie die Schwerpunkte Ihrer Neuausrichtung?

Wir sehen zum einen ein großes Potenzial im Convenience-Markt für Endverbraucher. Deshalb haben wir 20 Millionen Euro in einen Neubau für Convenience-Artikel in Nürnberg investiert. Auf zwei Ebenen mit insgesamt rund 4.000 Quadratmetern gibt es nun zusätzliche Kapazitäten für die Convenience-Sparte.

Wo sehen Sie ein weiteres Wachstumspotenzial?

Ein weiteres zukunftsträchtiges Segment ist der Geflügelbereich. Bisher haben wir für unsere Wurstprodukte hauptsächlich Schweinefleisch verwendet, doch Geflügel wird zunehmend wichtiger.

Was ist hier geplant?

Wir erweitern unser Sortiment im Geflügelbereich deutlich. Die neuesten Produkte sind Geflügelwiener und Geflügelbockwurst, die in Zukunft im Handel erhältlich sein werden.

Wieso investieren Sie in den Geflügelbereich?

Geflügel hat ein positives Image und liegt im Trend. Helles Fleisch, also weißes Fleisch, wird allgemein als positiv wahrgenommen. Zudem wächst der Geflügelkonsum in Deutschland stetig aufgrund von Verbrauchern, die Geflügel aus religiösen Gründen bevorzugen.

Sie haben die Bedientheke im Handel wiederentdeckt – entgegen dem allgemeinen Trend. Welche Gründe haben Sie dafür?

Lange Zeit galt die Bedientheke als ausgestorben. Doch durch die Inflation erlebt sie ein Comeback. Die Kunden kehren zurück und wir als langjähriger Lieferant sehen darin großes Potenzial. Wir haben uns verpflichtet, in den kommenden Jahren weiter in die Bedientheke zu investieren und sie exklusiv für Netto weiter auszubauen. Seit 2024 beobachten wir, dass sowohl unser größter Kunde als auch andere wieder in der Bedientheke wachsen wollen – sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz. Das ist ein Bereich, in dem wir in den nächsten Jahren stark wachsen werden.

Also sehen Sie trotz des allgemeinen Rückgangs bei Bedientheken dort immer noch großes Potenzial?

Wir beobachten, dass unsere Kunden wieder in diesen Bereich investieren möchten. Für uns bedeutet das, dass Bedientheken nicht an Relevanz verlieren, sondern dass wir hier sogar Wachstumspotenzial sehen. Natürlich ist der allgemeine Trend rückläufig, was unter anderem daran liegt, dass viele Metzgereien schließen. Dennoch bleibt die Bedientheke für uns ein strategisches Geschäftsfeld, auf das wir setzen wollen – auch wenn sich andere davon abwenden.

Das heißt die Bedientheke hat für Sie eine große Zukunft…..

Die Firma Wolf bekennt sich klar zur Bedientheke. Selbstverständlich ist auch für uns SB-Wurst von Bedeutung, aber Wolf bleibt der Spezialist für Bedientheken. Wir sind sowohl in der Ideenfindung als auch in der Umsetzung aktiv.

Die Wolf Firmengruppe

Die Wolf Firmengruppe ist ein seit 1925 dynamisch wachsendes Familienunternehmen in der vierten Generation, das rund 1.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Unternehmen

Das Ziel der Wolf Firmengruppe unter der neuen Dachmarke „Wolf Echter Essgenuss“ besteht darin, künftig 25 Prozent des Umsatzes mit Convenience-Produkten (Foodservice sowie Lebensmittelhandel und Discount) zu erwirtschaften. Weitere 25 Prozent sollen mit Geflügelprodukten erzielt werden, der Rest mit klassischen Schweinefleischprodukten. Dabei strebt das Unternehmen einen Bio-Anteil von 10 Prozent an.

Der Bratwursthersteller

Das Unternehmen ist einer der größten Bratwursthersteller Deutschlands. Im Sommer produziert Wolf täglich etwa 40 Tonnen Thüringer Rostbratwürste, bei der Original Nürnberger Rostbratwurst liegt die tägliche Kapazität bei 25 bis 30 Tonnen.

 Bestücken Sie die Theke nur für Netto….

Nein, aber unser größter Kunde ist Netto, für den wir ein umfassendes Servicepaket anbieten. Das bedeutet, dass alle Waren bei uns ankommen und wir die gesamte Bestellannahme, Distribution, Kommissionierung und Anlieferung übernehmen. Dies erfolgt fünf Tage die Woche, von Dienstag bis Samstag. Auch andere Kunden wie Rewe, Edeka oder Kaufland nutzen je nach Bedarf unseren Service.

Ebenfalls zum allgemeinen Trend entwickelt sich der Bio-Sektor gut. Wie denken Sie über Bio?

Wir haben die Marke „Iss Bio“ ins Leben gerufen, um in den Bio-Bereich zu expandieren. Seit 2024 erholt sich der Markt und wir investieren stark in diesen Bereich. Die Firma Wolf ist mittlerweile für alle Bio-Standards zertifiziert. Unter der Marke „Iss Bio“ bringen wir unsere Artikel, darunter Nürnberger Rostbratwurst, Thüringer Rostbratwurst und Berner Würstchen, nun auch in Bio-Qualität auf den Markt.

Wie wichtig ist Bio für Sie?

Inzwischen ist klar: Der Biomarkt ist nicht mehr aufzuhalten. Er wird in den nächsten Jahren stark wachsen, auch wenn er nie einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen wird. Bio ist für uns aus verschiedenen Gründen wichtig: Wir schätzen die Nachhaltigkeit, das Tierwohl und den Umweltschutz. Deshalb investieren wir in Bio und streben neben dem EU-Bio-Siegel auch Zertifizierungen von Biokreis, Bioland, Naturland und anderen Verbänden an. So können wir mit allen großen Kunden im Handel zusammenarbeiten, da jeder andere Anforderungen hat.

Sind die Verbraucher bereit für Bio mehr zu zahlen?

Ich denke schon. Das Thema sollte aber nicht überreizt werden. Es sollte jedem klar sein, dass nur ein kleiner Teil der Verbraucher diese Artikel auch tatsächlich kauft.

Vor einigen Jahren wollten Sie den Veggie-Markt ausbauen. Warum haben Sie davon Abstand genommen?

Derzeit findet im Vegan-Markt eine Konsolidierung statt. Die Firma Wolf konzentriert sich nicht mehr auf den Bereich der veganen Wurstwaren. Stattdessen legen wir unseren Fokus auf den Vegan-Sektor im Convenience-Bereich, also auf Produkte für die Küche.

Wie sieht die strategische Neuausrichtung von Wolf in Zahlen aus?

Unser Ziel ist es, künftig 25 Prozent des Umsatzes mit Convenience-Produkten (Foodservice und LEH/Discount) zu erwirtschaften, 25 Prozent mit Geflügelprodukten und den Rest mit klassischen Schweinefleischprodukten, wovon wir einen Bio-Anteil von 10 Prozent anstreben.

Welche Bedeutung haben alternative Proteine für das Unternehmen Wolf?

In Zukunft wäre es eine Option, Wurst aus alternativen Zutaten oder Fertiggerichte mit neuen Inhaltsstoffen herzustellen. Wir produzieren bereits Hybridwürste, die zur Hälfte aus Fleisch und zur Hälfte aus Gemüse bestehen, sowie vegane Würste aus rein pflanzlichen Rohstoffen. Als Lebensmittelhersteller sind wir offen für den Markt. Unsere Maschinen sind flexibel, was die Rohstoffe angeht.

Bleibt der Fokus weiterhin auf Ihren regionalen Spezialitäten und Grillprodukten?

Ja, nach wie vor liegt der Fokus unseres Unternehmens auf regionalen Spezialitäten und Grillprodukten.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung Ihres Sortiments?

Die Basis bleibt das Geschäft in Deutschland mit seinen regionalen Spezialitäten und Grillprodukten. Mit deren Absatz sind wir sehr zufrieden. Wir profitieren vom anhaltenden Trend zu Regionalität und Grillen. Das ist unser Kerngeschäft, weshalb wir zunehmend mit der Heimat werben.

Vor allem das Bratwurstsortiment läuft gut…..

Ich glaube, dass es niemanden gibt, der mehr Bratwürste herstellt als wir. Besonders stark sind wir bei der Original Thüringer Rostbratwurst, mit der wir ganz Mitteldeutschland abdecken. Das ist unser Kernprodukt. Im Sommer produzieren wir täglich etwa 40Tonnen Thüringer Rostbratwürste. Da sind wir wirklich stark aufgestellt. Bei der Original Nürnberger Rostbratwurst haben wir eine tägliche Kapazität von 25-30 Tonnen. Außerdem zählen wir zu den leistungsfähigsten Herstellern von Wiener Würstchen und Bockwürstchen.

Wie denken Sie über den Preiseinstieg in Deutschland?

Der Preiseinstieg bleibt ein dominanter Trend, besonders angesichts der steigenden Inflation, die uns in den nächsten Jahren begleiten wird. Der deutsche Handel und die Kunden sind nach wie vor preisbewusst. Um in diesem harten Preiskampf bestehen zu können, müssen wir stark in Automatisierung und Linienproduktion investieren.

Warum wollen Sie immer weiterwachsen…..

Um die steigenden Kosten und die Inflation zu bewältigen, ist Wachstum für uns entscheidend. Ohne Wachstum wird es schwierig, die steigenden Personalkosten und andere Ausgaben zu decken. Selbstverständlich wollen wir nicht um jeden Preis wachsen, da dies zu einem Preiskampf führen könnte, der letztlich nicht kostendeckend wäre. Leider herrscht in Deutschland ein starker Verdrängungswettbewerb.

Wie empfinden Sie den Wettbewerb in Deutschland?

Der Wettbewerb im deutschen Wurstbereich ist hart, weil es nur wenige Kunden auf Handelsseite gibt. Nirgendwo sonst auf der Welt ist der Wettbewerb so hart wie hier. Wir können die steigenden Kosten nur sehr schwer weitergeben.

Können Sie das kurz erklären?

In unserem Bereich gibt es nach wie vor eine Überkapazität, insbesondere im Wurstsektor. Es gibt schlichtweg zu viele Hersteller und der Preiskampf ist nach wie vor hart. Die Konsolidierung unserer Branche ist noch nicht abgeschlossen. Sie ist im Gange und wird noch eine Weile dauern. Der Wettbewerb ist also weiterhin stark, allerdings unterschiedlich je nach Segment.

Welche Lösung gibt es hier?

Um auch in Zukunft profitabel bleiben zu können, ist Spezialisierung entscheidend. Ein wichtiger Bereich ist das Handelsmarkengeschäft, in dem wir stark vertreten sind. Es sichert die Grundauslastung unserer Werke. Gerade im Preiseinstiegssegment, das von der Inflation der letzten Jahre besonders stark betroffen war, ist es wichtig, präsent zu sein.

Wie sehen Sie den Export?

Der Export ist für uns von großer Bedeutung, da wir unser Wachstum nicht allein auf den deutschen Markt stützen können. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Europa einschließlich Großbritannien. Exporte nach Übersee gestalten sich momentan schwierig, vor allem wegen der anhaltenden Diskussionen um Handelszölle. Diese Unsicherheiten erschweren unsere Pläne für diese Märkte.

Betrifft Sie auch der Fachkräftemangel?

Der Fachkräftemangel ist auch für uns ein großes Thema. Wir versuchen, dem entgegenzuwirken, indem wir stark in die Ausbildung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren. Jeder, der bei uns eine Ausbildung macht, hat auch die Möglichkeit, sich weiterzubilden, beispielsweise zum Fleischermeister, Lebensmittelingenieur, Lebensmitteltechniker oder Anwendungsingenieur. Diese Weiterbildungen werden von uns komplett finanziert, um unsere Fach- und Führungskräfte weiterzuentwickeln.

Welche Rolle spielt das Thema „Tierwohl“?

Das Thema Tierwohl ist für uns von großer Bedeutung. Wir entwickeln uns stetig weiter.

Wie denken Sie über das Thema „ITW“?

Die Tierhaltung ist ein wichtiges Thema für uns. Wir haben uns klar für die Initiative Tierwohl positioniert und sind sogar im Vorstand vertreten. Ich sehe die ITW als interessantes privatwirtschaftliches Modell, so wie es ursprünglich gedacht war, und nicht als staatliches Modell. Jetzt wird sich zeigen, wie die neue Regierung damit umgeht. Die Branche konnte sich erfolgreich dafür einsetzen, dass es in seiner jetzigen Form mit hohen Investitionen von Handel und uns weitergeführt und ausgebaut wird. Ich hoffe, dass die neue Regierung und der neue Landwirtschaftsminister mit der Industrie zusammenarbeiten, um die Initiative Tierwohl weiter zu verfeinern und auszubauen.

Wie stehen Sie zu Rabattschlachten beim Thema Fleisch?

Das Problem ist, dass sich die Rabattschlachten im Brot- und Buttergeschäft, also bei den Grundnahrungsmitteln, nur schwer stoppen lassen. Der Endverbraucher ist mittlerweile stark auf Aktionen fixiert. Deshalb können wir diese Aktionen nicht einfach abschaffen, denn sie sind entscheidend für unseren Umsatz und Absatz. In diesem Bereich sind Aktionen unvermeidbar, weil die Kunden stark darauf reagieren. Eventuell könnten wir mit durchdachteren Ansätzen etwas ändern, aber das ist die Herausforderung, vor der wir stehen.

Wie denken Sie über die Zukunft?

Dieses Jahr bin ich 55 Jahre alt geworden. Seit 1999 bin ich in der Unternehmensgruppe Wolf tätig. Seit gut zehn Jahren leite ich das Unternehmen nun in vierter Generation, da sich mein Vater mit 70 Jahren zunehmend zurückgezogen hat. Ich plane, das Unternehmen mindestens weitere zehn Jahre erfolgreich zu führen.

Wie sieht es mit der nächsten und fünften Generation aus?

Mein Sohn Valentin studiert derzeit und zeigt bereits Interesse. Er steht in den Startlöchern. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, wie es weitergeht. Wenn alles gut läuft, könnten wir den Übergang zur fünften Generation schaffen.

In diesem Jahr feiern Sie ihr 100-jähriges Jubiläum. Was ist hierzu geplant?

Es gibt Jubiläumsaktionen sowohl im SB-Wurstbereich als auch im Bedienwurstbereich, darunter eine Sonderverpackung für unsere Highlight-Artikel – die Original Thüringer und die Original Nürnberger Rostbratwurst –, die mit einer speziellen 100-Jahre-Folie glänzen. Über unsere Social Media Kanäle läuft darüber hinaus ein großes Gewinnspiel.

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