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Verpackung Effektiv und an die Umwelt denken

Susanne Klopsch | 21. September 2012

Prozesse optimieren, Ressourcen schonen: Bei der Ende des Monats beginnenden Messe Fachpack in Nürnberg werden auch diese Trends aufgegriffen. Vier Beispiele.

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Weniger ist mehr. Auch wenn dieser Slogan nicht mehr ganz taufrisch ist: Beim Thema Verpackungen hat er weiterhin Gültigkeit. Bei der Fachpack in Nürnberg sind die Lösungen der Unternehmen für einen effektiven aber gleichzeitig umwelt- und ressourcenschonenden Schutz des verpackten Gutes zu sehen. Einher geht dies mit weiter verbesserten Auftritten am PoS.

Metsä Bord (vormals M-real, Halle 7, Stand 7A-237) setzt auf besonders leichte Karton- und gestrichene Kraftliner-Qualitäten: Die Gewichtseinsparung liege im bis zu zweistelligen Prozentbereich. Kemiart Graph+ und Kemiart Lite+ haben eine glattere Oberfläche für verbesserte Druckergebnisse; sie sind konzipiert für Shelf-Ready-Packaging und Displays. Das System ECO Line der STI Group (Halle 5) soll den Materialeinsatz bei Displays um bis zu 40 Prozent senken. Dies liegt am Herstellungsprozess: Der Druckbogen wird nur noch partiell auf die Wellpappe kaschiert, beim Stanzen lässt sich der nicht verklebte Teil vom verklebten lösen und kann als Rückenstütze für Plakate dienen, die nicht extra angeklebt werden muss.

Multivac hat exklusiv den weltweiten Vertrieb der Mylar Cook-Folien von Dupont Teijin Films übernommen: Die tiefziehfähigen Folien sind speziell für die Zubereitung von Lebensmitteln im hohen Temperaturbereich bis 218 Grad Celsius entwickelt worden. Wird bei der Zubereitung ein bestimmter Druck erreicht, öffnet sich die Siegelnaht, das Produkt wird laut Multivac in der offenen Verpackung gebräunt. Die konstante Hitzeübertragung reduziere die Kochzeit um bis zu 30 Prozent – und schone Ressourcen (Halle 1, 1-321).

Wipak stellt bei der Messe eine Studie zu Verbundpackungen aus Papier und Kunststoff vor (Halle 7, 7-233). Diese Verpackungen werden derzeit für Wurst und Käse verwendet. Laut Studie reduziere der Einsatz von Papier grundsätzlich die CO2-Emissionen der Verpackungen. Gezeigt werden verschiedene Verbundlösungen: Bei „Paper Top“ ersetzt Papier Polyester als Druckträger, der Anteil nachwachsender Rohstoffe beträgt etwa 30 Prozent, es können bis zu 30 Prozent weniger fossile Stoffe eingesetzt werden. Bei „Paper Bottom“ könne der Papieranteil je nach Verbundstruktur mehr als 50 Prozent erreichen.

Fachpack in Nürnberg
Mehr als 1.400 Aussteller haben sich fu?r die Messe vom 25. bis 27. September angemeldet.

In elf Hallen präsentieren Unternehmen das Neuste aus den Bereichen Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik . Das Rahmenprogramm beinhaltet u. a. die Schau „Auspacken leicht gemacht“ und den „Marktplatz innovativer Logistiklösungen“.

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