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Verkaufstipp So setzt man Kartoffeln richtig in Szene

Heidrun Mittler | 21. September 2012
Verkaufstipp: So setzt man Kartoffeln richtig in Szene

Bildquelle: Steinheuer

Warum nur ist Kartoffelschälen so unbeliebt in deutschen Küchen? Ein Loblied auf Quarta, Nicola und ihre Schwestern – sowie praktische Tipps.

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Die tolle Knolle gerät ins Hintertreffen – und das völlig zu Unrecht. Lange Zeit galt die Kartoffel als wichtigstes Grundnahrungsmittel in unseren Breiten, ja, sie sicherte in armen Zeiten oftmals das Überleben. In den vergangenen Jahren aber schrumpfte der Pro-Kopf-Verbrauch zusehends: In den 1950er-Jahren konsumierte ein Durchschnittsverbraucher in Deutschland 150 kg Kartoffeln, heute sind es weniger als 30 kg. Der Trend geht zum verarbeiteten Produkt wie Pommes frites oder Püree, TK-Ware oder frischer Convenience wie geschälten und vorgegarten Kartoffeln.

Dabei hat die Kartoffel viele Vorzüge: fettfrei und damit kalorienarm, reich an Ballaststoffen, vielseitig verwendbar wie kaum ein anderes Gemüse, zudem der Inbegriff des regionalen Produktes. Wie man Verbraucher wieder ans Schälmesser bekommt? Mit einer schönen, durchdachten Präsentation, wie hier im Kaiser’s in Berlin-Frohnau (Hohefeldstraße). Und einfachen Rezeptideen, die jeder nachkochen kann. Hier einige praktische Tipps:

  • Nicht ins Kühlhaus: Kartoffeln lagern am besten dunkel, kühl (7 bis 10 °C) und gut durchlüftet.
  • Angefrorene Ware ist nicht mehr verkaufsfähig: Sie schmeckt süßlich und fault schnell.
  • Hoher Wassergehalt, daher reagieren sie allergisch auf Druck. Also nicht zu hoch stapeln!
  • Beutel sollte man täglich kontrollieren: Gewaschene Kartoffeln, in Kunststoff verpackt, verderben schneller als ungewaschene in luftdurchlässigen Säcken oder lose Schüttware.
  • Vorsicht! Falls im Beutel nur eine Kartoffel faulig ist, sofort das Gebinde aussortieren. Ansonsten droht übler Geruch.
  • Einkellern von 50-kg-Säcken ist in privaten Haushalten kaum noch gefragt – wer hat schon den passenden Keller dafür? Kleine Gebinde für Singles und kleine Haushalte liegen im Trend.
  • Kocheigenschaften – nicht alle Verbraucher wissen, wozu man die unterschiedlichen Sorten braucht. Das sollte man kommunizieren.
  • Festkochende eignen sich für Bratkartoffeln, Kartoffelsalat und zum Pellen.
  • Vorwiegend festkochende sind ideal für Salzkartoffeln, Aufläufe und Gratins.
  • Mehligkochende Sorten finden Verwendung in Suppe, Pürees, Klöße, Reibekuchen und Kroketten.
  • An den Herd! Lassen Sie Kunden probieren, wie einfach und schmackhaft man kochen kann! Eine Kartoffelsuppe ist kein Hexenwerk, Folienkartoffeln mit Quark und frischen Kräutern auch nicht.