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Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel Nicht nur innere Werte

Susanne Klopsch | 09. Februar 2012

Ressourcenschonung ist in der Kategorie Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel inzwischen auch ein Muss für die Verpackung . Convenience bleibt Trend.

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Convenience und Nachhaltigkeit: Zwei große Trends bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel (WPR). Dabei rückt in Sachen Ressourcenschonung die Verpackung in den Fokus.

1,9 Mrd. Euro wurden hierzulande von Dezember 2010 bis November 2011 allein mit Waschmitteln erzielt (LEH inkl. Aldi; Quelle: Nielsen); der Umsatz mit Reinigungs- und Pflegemitteln beläuft sich auf knapp 2,1 Mrd. Euro (plus 0,5 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum). Innovationen sind essenziell für den Markterfolg der Hersteller. Gleich zu Beginn des Jahres ließ Henkel im wichtigsten WPR-Teilsegment, den Waschmitteln, mit den Persil Mega-Caps aufhorchen. Das flüssige Waschmittelkonzentrat ist von einer wasserlöslichen Folie umgeben und wird direkt in die Trommel gegeben. „Damit greifen wir sowohl den Trend zu Flüssigwaschmitteln als zu Convenience auf“, sagt Stephan Füsti-Molnár, Geschäftsführer Henkel Wasch- und Reinigungsmittel Deutschland. Flüssige Universalwaschmittel sind laut Henkel ein wesentlicher Kategorietreiber. Sie erhöhten von Januar bis Oktober 2011 ihren Marktanteil (Umsatz) auf 42 Prozent am Gesamtmarkt Waschmittel und legten um 9 Prozent zu. „In den Vertriebsschienen, in denen keine Aktionen mit Pulver-Großpackungen durchgeführt wurden, liegt der Flüssiganteil noch höher“, sagt Füsti-Molnár, „so machen Drogeriemärkte beispielsweise 55 Prozent ihres Umsatzes bei Universalwaschmitteln mit Flüssigwaschmitteln.“

In Sachen Nachhaltigkeit sind die Verpackungen in den Fokus gerückt. Gerade bei Marken wie Terra (Henkel) auch eine Glaubwürdigkeitsfrage. Seit Anfang des Jahres bestehen die Flaschen des Bad- und Glasreinigers sowie die Flasche des Handgeschirrspülmittels aus 100 Prozent recyceltem PET. Ausgelobt wird dies durch das Logo „The better bottle“ (die bessere Flasche) auf der Verpackung. Der Recyclat-Anteil bei den PET-Flaschen lag bislang bei bis zu 25 Prozent.

Bei Werner & Mertz (Frosch) sieht man die Entwicklung in Sachen Grün durchaus mit Freude. Die Mainzer haben aktuell eine Recyclat-Initiative gestartet: Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland, NABU, fordern sie die Wiederverwertung von PET in Putzmittelflaschen, die bereits heute im Gelben Sack vom Verbraucher gesammelt werden. Wolfgang Feier, Marketingleiter, hofft, dass noch mehr Marktteilnehmer mitziehen. „Und dass auch der Handel diesen Schritt unterstützt, auch bei seinen Eigenmarken. Wem dazu Know-how fehlt, dem bieten wir gerne Hilfestellung an.“