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Fisch und Fischfeinkost Vollkommene Transparenz

Dieter Druck | 09. Februar 2012

Rohstoffpreise und -versorgung sowie das Thema Nachhaltigkeit beschäftigen die Hersteller von Fischerzeugnissen auch in diesem Jahr.

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Stark steigende Rohstoffpreise bereiten auch in diesem Jahr den Anbietern von Fischerzeugnissen viele Sorgen. Und einen Umkehrschwung an der Preisfront erwartet kaum einer. Notwendige Preiserhöhungen bleiben aber bislang auf der Strecke. Im Gegenteil, kurz vor dem Jahreswechsel versuchten einige Harddiscounter über Preissenkungen z. B. bei TK-Fisch ihr Günstig-Image aufzufrischen.

Ob das in den Gedankengängen der Verbraucher zu einem stimmigen Bild führt? Auf der einen Seite Preisreduktion, auf der anderen die Story von bedrohten Beständen, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeitsbemühungen für ein wertvolles Naturprodukt. „Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern eine Strategie, die nicht mit sinkenden Preisen einhergehen kann“, argumentiert Dieter Hartmann, Geschäftsführer Marketing bei Iglo.

Vielleicht ist der Verbraucher auch ein wenig irritiert. Die Symphonie IRI Group ermittelte für den Zeitraum Januar bis November 2011 beispielsweise für tiefgekühlte Fischprodukte einen Mengenrückgang von 2,8 Prozent. Auf der Umsatzseite lagen die Werte bedingt durch eine leichte Preiserhöhung von 1,9 Prozent (alle Segmente zusammengerechnet) nur 0,9 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Auf den ersten Blick sticht auch die Bio-Ware hervor. Die Sparte erzielte ein Plus von 27,6 Prozent (Menge: plus 13,6 Prozent) allerdings mit einem Umsatz von 10,6 Mio. Euro auf niedrigen Niveau. Deutlich zu Buche schlägt hier ein durchschnittlicher Preisanstieg im genannten Zeitraum von mehr als 12 Prozent, während die Differenz bei konventioneller Ware mit plus 1,8 Prozent moderat ausfiel. Gewinner unter den verschiedenen LEH-Vertriebstypen sind die Flächen über 800 qm (plus 2,3 Prozent Umsatzplus). Dagegen verloren die Discounter in diesem Teilmarkt, stehen abe r mit gut 541 Mio. Euro aber immer noch für mehr als die Hälfte des Umsatzes mit TK-Fisch. Der so genannte traditionelle LEH bewegte sich leicht unter Vorjahresniveau.

Costa, Marktführer bei tiefgekühlten Schalen- und Krustentieren, konnte in diesem Umfeld, auch trotz Expansion der Handelsmarken, seinen Umsatz steigern. Insbesondere die Pacific Prawns und die Garnelenpfannen hebt Marketingleiterin Susanne Ponick in diesem Zusammenhang hervor und verweist auf die Premiumqualität, die der Verbraucher wahrnehme und schätze. Für 2012 werde der Status des Premiumanbieters mit der Kernkompetenz für naturbelassene Fischspezialitäten durch Neuprodukte untermauert. Darüber hinaus werde das Sortiment mit verzehrfertigen Produkten sukzessive ausgebaut, beispielsweise mit Gerichten auf Basis von Garnelen und hochwertigen Fischfilets. Ebenso werden neue Ideen rund ums Grillen einfließen. Ein weiterer Anspruch ist, in diesem Jahr als Erster ASC-zertifizierte Produkte aus kontrollierter Aquakultur anzubieten.