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Fisch Nachhaltig verpackt

Silke Wartenberg | 24. März 2020
Fisch: Nachhaltig verpackt
Bildquelle: Multivac

Multivac hat gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Bond Seafood ein recyclingfähiges Monomaterial für die Verpackung von Fischspezialitäten entwickelt.

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Dass auch sensible Produkte wie Fischspezialitäten nachhaltiger verpackt werden können, zeigt die jüngste Kooperation vom Verpackungsmaschinenhersteller Multivac mit dem niederländischen Fischverarbeiter Bond Seafood. Bereits seit 20 Jahren arbeiten beide Unternehmen zusammen, und derzeit sind vier Maschinen von Multivac in den Produktionshallen von Bond Seafood im Einsatz. Der Großteil der Verpackungen für Matjes, geräucherten Lachs, Forellen, Makrelen, Sprotten und Shrimps wird auf der Tiefziehmaschine R245 sowie auf einem Traysealer des Typs T800 produziert. Ferner werden die Fischspezialitäten in zwei Tiefziehverpackungsmaschinen des Typs R 105, jeweils eine in Isopak- und eine in MultiFresh-Ausführung mit Vakuum-Skinverpackungen versehen. Das Isopak-Verfahren eignet sich nach Aussage von Multivac für Produkte, die eine Höhe von 20 Millimetern nicht überschreiten. Für Produkte mit einer größeren Höhe, wie zum Beispiel geräucherte Heringe und Forellen, werde das so genannte MultiFresh-Verfahren eingesetzt, bei dem sich die Oberfolie ebenfalls spannungsfrei um das Packgut lege und so für eine natürliche Produktpräsentation hinsichtlich Form und Farbgebung sorge.

Fische gut in Form mit Mono-APET
Die bisher auf dem T800 eingesetzten Trays aus Verbundmaterialien werden seit Januar 2020 durch Schalen aus Monomaterial ersetzt. Diese stellt Multivac mit dem niederländischen Hersteller von Verpackungsmaterialien Bliston Packaging zur Verfügung. Nach Aussage von Sea Bond lassen sich die Trays problemlos auf dem Traysealer verarbeiten und nach Gebrauch der Packung durch den Konsumenten dem entsprechenden Wertstoffkreislauf zuführen. Des Weiteren hat man im Verpackungsprozess auch den Folieneinsatz insgesamt reduziert. Das Multifresh-Konzept eigne sich hierfür sehr gut, erklärt Geschäftsführer Marcel Bond, denn die transparenten Folien würden sich wie eine zweite Haut um die empfindlichen Fischprodukte legen, ohne sie zu verformen. Der Einsatz der neuen Verpackungsmaterialien erfordere nur geringfügige Modifikationen an der Verpackungsmaschine. Hergestellt werden sowohl MAP- als auch Vakuum-Skinverpackungen auf Basis einer Mono-APET-Folie, die zu 70 Prozent aus Rezyklat und zu 30 Prozent aus Neumaterial besteht. Eine Easy-Peel-Ecke soll dem Endkunden das Öffnen der Verpackung erleichtern.