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Tiefkühlkost Die neue Leichtigkeit

Susanne Klopsch | 31. März 2017

Weg mit klobigen Truhen – her mit transparenten, leicht wirkenden Möbeln für die TK-Abteilungen des Handels. Energiesparen sah noch nie so schick aus. Eindrücke von der Euroshop.

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Wuchtig, klobig und ein schwerer Korpus, der die Wahrnehmung dominiert und die Ware in den Hintergrund drängt: Die Assoziationen bei den althergebrachten Möbeln für die Tiefkühlabteilungen (TK-Abteilungen) im Handel sind nicht immer schmeichelhaft. Wer sich bei der Messe Euroshop in den Hallen 15 bis 17 umschaute, dem kamen beim Anblick der neuen Generation sicher andere Eindrücke in den Sinn: leicht, gläsern, transparent und dank LED eine neue Lichtführung, die die Warenwahrnehmung deutlich erhöht und das Möbel in den Hintergrund rückt. Und nicht zu vergessen: Das alles bei weiter optimierter Energieeffizienz.

Mit 46 Prozent ist die Kältetechnik der größte Stromfresser im Lebensmittel-Einzelhandel. Der Anteil der Beleuchtung liegt bei 26 Prozent (Quelle: EHI). Kein Wunder, dass bei TK-Möbeln Energieeffizienz die wichtigste Rolle spielt(e). Angesichts der optischen Aufwertung der Outlets, vor allem bei den Vollsortimentern, wurden TK-Truhen und -Schränke allerdings zum Showstopper. Dass es elegante Lösungen gibt, zeigte die Euroshop in Düsseldorf.

Ran an die Box

eine Frage der Temperatur Auch wenn die Bundesbürger derzeit noch verhalten frische Lebensmittel online bestellen – die Hersteller von TK-Lösungen sind vorbereitet. Viessmann zeigte seine in Finnland bereits praktisch erprobte Abholstation. Das österreichische Unternehmen Hauser hat seine Freshbox + (Foto) bereits bei Inter - spar im Einsatz. „Die kältetechnische Flexibilität erlaubt es dem Handel, dieBetriebsart jedes Faches individuell anzupassen“, hieß es am Stand. Aus einem Kühlkann rasch ein Tiefkühlfach werden. Carrier präsentierte den E-Locker.


Insgesamt sind die TK-Möbel transparenter geworden: Ihre Seitenflächen sind nun meist aus Glas und erhöhen die Warensichtbarkeit für die Kunden. Auch die Rahmen und Profile sind heute filigraner. Einen optimalen Durchblick bieten rahmenlose Glastüren: Sie kommen ohne Streben aus – und mitunter sogar schon ohne Griffe. Sie sind derzeit zwar meist in der Pluskühlung im Einsatz, zeigen aber, wohin die Reise geht.

Schott aus Mainz stellte mit Termofrost Smart Access seine Lösung für das berührungslose Öffnen bei Kühlmöbeln vor. Hier muss der Kunde die Hand nur vor eine markierte Stelle in der Glasscheibe halten und diese öffnet sich dann wie von Zauberhand. Das mit dem berührungslosen Öffnen musste in Düsseldorf der eine oder andere Gast noch lernen. Wer das System in natura sehen möchte, findet es im Rewe-Markt in der Louis-Appia-Passage (Hanauer Landstraße) in Frankfurt tun.

Pan Dur aus Osterburken setzt ebenfalls auf automatische Türen, allerdings muss der Kunde diese an einer markierten Stelle leicht berühren, damit er an das gewünschte Produkt kommt. In Düsseldorf nutzte das Team von Pan-Dur die Chance, mit dem Handel über die genauere Ausgestaltung dieser Lösung zu sprechen.