WPR S. 66-68 Beifang Plastikmüll wird zur Verpackung - Henkel

Fischer bringen Plastikmüll aus dem Meer zum Recyceln an Land, leistungsfähigere Enzyme beim Geschirrspülmittel helfen, Energie zu sparen: Nachhaltigkeit ist auch für WPR-Hersteller eine Verpflichtung. Hier einige Beispiele aus der Praxis.

Freitag, 19. September 2014 - Sortimente
Susanne Klopsch
Artikelbild Beifang Plastikmüll wird zur Verpackung - Henkel
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Henkel: Nach dem Aus für die nachhaltig-gelabelte Marke Terra Ende vergangenen Jahres setzen die Düsseldorfer darauf, die Produkte insgesamt nachhaltiger zu machen: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass wir kein Produkt auf den Markt bringen, das nicht mindestens in einem unserer definierten Fokusfelder nachhaltiger ist als sein Vorgänger.“ So ermögliche etwa der Einsatz von leistungsstarken Enzymen im Handgeschirrspülmittel Pril geringeren Materialeinsatz und Rohstoffverbrauch. Der Henkel-Forschung sei es hier erstmals gelungen, neben Tensiden auch sehr viel leistungsfähigere Enzyme einzusetzen, die die Stärke etwa von eingetrockneten Reis- oder Nudelresten aufbrechen. Dies helfe, Energie zu sparen, da die Kunden mit kälterem Wasser spülen könnten. „Da Enzyme einen Teil der Tenside ersetzen, können pro Jahr 2.000 t Tenside gespart werden und damit 12.000 t Co2“, heißt es in Düsseldorf. Der Unternehmensbereich Henkel Laundry & Care setzt zudem bisl ang ungenutzte Prozessabwärme nun für Heizung, Warmwasser und Produktionsprozesse ein. Allein für Energierückgewinnung und -effizienz erreiche Henkel in diesem Unternehmensbereich weltweit Einsparungen von rund 2 Mio. Euro bei Investitionen von rund 8 Mio. Euro. In diesen Monat wurde in Düsseldorf am Firmensitz das größte Hochregal-Lager des Unternehmens weltweit eingeweiht. Es ist mittels Förderstrecke direkt an die Produktion angebunden. Gab es bislang vier Verteilzentren an vier Strandorten, konzentriert sich nun die Lagerlogistik der Wasch- und Reinigungsmittel in dem 16.000 qm großen Neubau – die gefahrenen Tonnenkilometer (Frachtmenge mal gefahrene km) werden um 45 Mio. reduziert (20 Prozent), der CO2-Ausstoß um 8 Prozent; zudem reduziere die kompakte Bauweise den Energieaufwand des Gebäudes.

Werner & Mertz: „Kraftvolle Wirkstoffe aus europäischem Anbau“ heißt eine auch 2015 laufende Promotion für Frosch-Produkte. Die Lavendel-Extrakte stammen aus Frankreich, die Zitronen-Extrakte aus Italien. Auch bei WPR werde es, so das Unternehmen, für die Verbraucher immer wichtiger, woher die Inhaltsstoffe stammen und wo die Produkte hergestellt werden.

Vileda: Für die Weinheimer stehen auch international Tücher aus Microfaser im Fokus. Im Vergleich zu einem Baumwolltuch berührten bei einem Mikrofasertuch deutlich mehr Fasern die Oberfläche, was die Reinigungsleistung stark verbessere. Durch den Kapillareffekt werde Wasser im Tuch gehalten und nicht so leicht abgegeben – das ermögliche ein weniger feuchtes streifenfreies Nachwischen, das wiederum helfe, Wasser und Reiniger zu sparen. Neu am PoS etwa ist das Magical-System, eine Kombination aus reinigungsstarkem Mikrofasertuch und einer Flüssigkeit mit wasserabweisendem Effekt.

Procter & Gamble: Die Schwalbacher haben Ariel Pulverwaschmittel so kompaktiert, dass in jedem Gramm 20 Prozent mehr Waschkraft steckt. Dies spart nicht nur Waschmittel, sondern 70.000 Produktpaletten im Jahr und 3.000 t (das Gewicht von 500 Elefanten) Verpackung.

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