Der Umsatz beim Schweizer Backwarenkonzern Aryzta ist angesichts der Konsumflaute im ersten Halbjahr 2026 um 2,1 Prozent auf 1,064 Milliarden Euro gefallen, organisch um 2,7 Prozent. Die Verkaufsmengen verringerten sich um 2,1 Prozent. Besonders Deutschland belastete die Bilanz: Hohe Preissensibilität, fragile Nachfrage und zusätzliche Kapazitäten im Markt bremsten nach Darstellung von Aryzta die Entwicklung.
2027 wieder Kapitalrückführungen geplant
Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um 7 Prozent auf 139,9 Millionen Euro, die Marge auf 13,2 Prozent. Das lag allerdings ungefähr im Rahmen der Erwartungen. Ohne Kosten aus dem Sparprogramm „Project Excellence“ wäre die Marge um rund einen halben Punkt höher ausgefallen, heißt es. Der Reingewinn sank um 3,9 Prozent auf 47,2 Millionen Euro.
Trotz der Schwäche hält Aryzta an seinen Jahreszielen fest und plant ab 2027 nach zehn Jahren wieder Kapitalrückführungen. Das Sparprogramm läuft unterdessen weiter. Bis 2028 will das Unternehmen jährlich netto 20 bis 30 Millionen Euro einsparen. Kosten sollen vor allem in Produktion und Organisation reduziert werden.