Großhandel Metro steigert Umsatz und Ergebnis – Belieferung treibt das Wachstum

Metro hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres den Umsatz auf 8,6 Milliarden Euro gesteigert. Das Belieferungsgeschäft wuchs erneut deutlich schneller als der Rest des Konzerns. Die Jahresprognose bestätigt der Vorstand – tendiert aber zum unteren Rand der Erwartungen.

Montag, 27. Juli 2026, 09:11 Uhr
Theresa Kalmer
Metro ist in mehr als 30 Ländern aktiv und richtet sein Geschäftsmodell zunehmend auf das Belieferungsgeschäft für Gastronomie, Hotellerie und weitere professionelle Kunden aus. Bildquelle: Metro

Der Lebensmittelgroßhändler Metro hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 sowohl Umsatz als auch Ergebnis gesteigert. Der berichtete Umsatz kletterte um 2,8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, wie das Düsseldorfer Unternehmen mitteilte. In lokaler Währung betrug das Wachstum demnach 2,3 Prozent.

Bellieferungsgeschäft als Wachstumstreiber

Als Wachstumstreiber erwies sich nach Unternehmensangaben erneut das Belieferungsgeschäft, das in lokaler Währung um 8,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zulegte. Das stationäre und sonstige Geschäft blieb mit minus 0,1 Prozent bei 6,0 Milliarden Euro nahezu unverändert. Der Online-Marktplatz Metro Markets steigerte seinen Umsatz den Angaben zufolge um 10,5 Prozent auf 65 Millionen Euro in lokaler Währung.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 362 Millionen Euro, nach 336 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Metro führte die Verbesserung vor allem auf die positive Entwicklung im Segment West zurück. Die Transformationskosten sanken im Quartal auf 17 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahreszeitraum noch bei 46 Millionen Euro gelegen hatten. Vorstandschef Steffen Greubel sprach von einem fortgesetzten Wachstumskurs: „Besonders erfreulich ist die anhaltend starke Entwicklung unseres Belieferungsgeschäfts, das weiterhin der wichtigste Wachstumshebel für Metro bleibt.“

Metro bestätigt Prognose, dämpft aber die Erwartungen

Der Free Cash Flow lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei minus 406 Millionen Euro, verbesserte sich laut Metro aber gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen führte dies auf Veränderungen beim Nettobetriebsvermögen zurück.

Metro bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26, verwies allerdings auf eine Tendenz zum unteren Bereich der ursprünglichen Erwartungen. Der Vorstand rechnet nach eigener Darstellung mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent sowie einem Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 50 bis 150 Millionen Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2024/25. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 hatte Metro nach eigenen Angaben einen Umsatz von 32,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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