Die Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel erhalten in zwei Stufen insgesamt 5 Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der AGA Unternehmensverband in der vierten Verhandlungsrunde, wie beide Seiten mitteilten. Der Tarifvertrag läuft zwei Jahre.
Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine Entgelterhöhung um 7 Prozent gefordert. Der Arbeitgeberverband bot insgesamt 3,4 Prozent mehr Geld. Die Einigung orientiert sich an dem Abschluss, der im Juli in Bayern erzielt wurde. Die Verhandlungen hatten in Hamburg am 20. April begonnen. Verdi rief während der Tarifrunden zu Warnstreiks auf.
„Die Verhandlungen waren schwierig, doch am Ende ist es gelungen, eine Einigung zu erzielen“, zitierte Verdi die Verhandlungsführerin Heike Lattekamp in der Mitteilung. Der ehrenamtliche Verhandlungsführer des AGA Unternehmensverbands, Michael Fink, nannte die Verhandlungen hart, aber zielgerichtet. „Der Abschluss koste die Unternehmen viel“, zitierte der Verband Fink. Er beklagte, dass das Marktumfeld kaum Wachstum hergebe.
Nach Darstellung von Verdi ist der Groß- und Außenhandel in Hamburg weitgehend mittelständisch aufgebaut. Die Verhandlungen betrafen Medikamentengroßhändler, Händler von Autoteilen und Stahl sowie Unternehmen wie Metro und Handelshof. In der Branche arbeiten rund 60.000 Menschen, wie beide Tarifparteien übereinstimmend angaben.