Jahreszahlen Bio-Händler Alnatura baut Umsatz aus

Die Bio-Einzelhandelskette Alnatura hat ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 (30. September) weiter gesteigert. 1,15 Milliarden Euro bedeuteten ein Plus von 7 Prozent zum Vorjahr, wie der Gründer und Geschäftsführer Götz Rehn am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Zum Gewinn äußerte sich das Unternehmen nicht.

Mittwoch, 01. Dezember 2021, 12:47 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Marc_Doradzillo

Zum Wachstum beigetragen haben fünf neu eröffnete Märkte und zehn größere Umbauten bestehender Geschäfte.  Das Online-Geschäft gewinnt an Bedeutung. Zum Umsatzanteil äußert sich das Unternehmen nicht.  Neuer Online-Partner ist die Rohlik-Gruppe, die in ihren Online-Shops Knuspr und Gurkerl in Deutschland und Österreich sowie Rohlik und Kifli in Tschechien und Ungarn bis zu 900 Alnatura Produkte anbietet.

Stand heute gibt es 143 Alnatura Super Natur Märkte. Unter der Marke Alnatura werden über 1.300 verschiedene Bio-Lebensmittel produziert. Vertrieben werden diese in den eigenen Alnatura Bio-Märkten und europaweit in 15 Ländern in rund 12.800 Filialen verschiedener Handelspartner.

Künftig will Alnatura will die Expansion beschleunigen. Neben den eigenen Alnatura Super Natur Märkten sowie dem Geschäft mit den Handelspartnern arbeitet Alnatura nun auch mit selbständigen Bio-Fachhändlern und Bio-Filialisten zusammen.  12 sogenannte Partnermärkte werden aktuell beliefert, betrieben von sechs selbstständigen Kaufleuten. In Mecklenburg-Vorpommern eröffnete am 18. November der erste Markt nach einem neuen Kaufmannsmodell (Alnatura Super Natur Markt Ulli Löhle in Schwerin).

Ein einzigartiges Pilotprojekt fördert Alnatura seit November in den Alnatura Märkten in Süddeutschland: Bio-Rindfleisch-Produkte aus Bruderkalb-Haltung und Weide­schlach­tung. Auf den Allgäuer Bioland-Höfen der „Weideschuss.Bio GmbH“ bleiben Kuh und Kalb für mindestens zwölf Wochen zusammen und werden nicht, wie sonst üblich, gleich nach der Geburt getrennt. Auch die Bruderkälber, die für hochspezialisierte Milchbetriebe normalerweise keinen Nutzen haben und zu Niedrigpreisen an Mäster verkauft werden, sind in die Kuhherden integriert und werden artgerecht aufgezogen.

Eine weitere Besonderheit ist die Weideschlachtung, die noch selten praktiziert wird und auf dem für die Tiere vertrauten Weide- oder Hofgelände stattfindet. Sie gilt als besonders schonend, da Einfangen, Transport und Schlachthof entfallen und so Stress bei den Tieren vermieden wird.

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