„Wir legen in unserer Sortimentsgestaltung großen Wert auf Nachhaltigkeit, und dazu gehört auch der Einsatz für mehr Tierwohl. Die Milchkühe für die zertifizierte Alpenmilch leben unter verbesserten Haltungsbedingungen. Lidl-Kunden erhalten auf diese Weise eine Kaufalternative und können sich bewusst für ein Produkt entscheiden“, sagt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf Lidl Deutschland.
Der Lebensmitteleinzelhändler habe die „Milbona“-Alpenmilch seit September 2016 im Sortiment. Seit Verkaufsstart sei sie mit dem "Ohne Gentechnik"-Siegel des Verbands für Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) gekennzeichnet und entspricht dessen Standards.
Darüber hinaus gewährleiste die jetzt erweiterte Zertifizierung mit dem Tierschutzlabel unter anderem die ganzjährige Bewegungsfreiheit der Tiere durch den konsequenten Verzicht auf Anbindehaltung, einen komfortablen Fress- und Liegeplatz für jede Kuh und die Pflicht zur jährlichen Klauenpflege. Verboten ist beispielsweise die Enthornung ohne Betäubung.
Die "Milbona"-Alpenmilch ist nach Angaben des Discounters nur ein Beispiel für Lidl-Milchprodukte mit Mehrwert. Erst diese Woche verkündete Lidl ab Oktober die Einführung der Premiumstufe des Tierschutzlabes "Für Mehr Tierschutz" für alle Milchprodukte der Regionalmarke „Ein gutes Stück Bayern“.
Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Landwirten und Molkereien intensiv daran gearbeitet, das Produkt „Milch“ aufzuwerten und damit neue Vermarktungsmöglichkeiten für Landwirte zu schaffen.
Lidl Deutschland Tierschutzlabel für Milch-Eigenmarke
Lidl Deutschland erweitert die Zertifizierung seines Milchangebots: Der Discounter führt nach eigenen Angaben für die Alpenmilch der Eigenmarke „Milbona“ die Einstiegsstufe des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ ein. Ab Anfang September ist die Alpenmilch demnach im westlichen Nordrhein-Westfalen, in Süd- und Mittelhessen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland und Baden-Württemberg erhältlich.
Das könnte Sie auch interessieren
Im Heft
Wettbewerbsinfos
Videos vom Supermarkt des Jahres 2026 - Nominierte und Gewinner
-
Rewe Familie Engel in Biberach
-
Edeka Schenke in Gütersloh
-
Rewe Markt Würmtalstraße in München
-
Rewe Center in Egelsbach
-
Combi Markt in Bunde
-
Marktkauf in Löhne
-
Rewe Ioannis Mouratidis in München
-
Edeka McLenachan in Berlin
-
E-Center Schroff in Kleve
-
Rewe Markt Bonner Straße in Köln
-
Kaufland in Waiblingen
-
Edeka Frischecenter Komp in Wesel
Handelsstrategien
-
AnzeigeSpenden für Helfer auf vier PfotenPURINA unterstützt VITA e. V. Assistenzhunde. Die Helfer auf vier Pfoten stehen Menschen in schwierigen Lebenssituationen täglich zur Seite.
-
Leser fragen...Mit Regionalität werben – was ab September 2026 noch erlaubt ist… und Experten antworten. In dieser Ausgabe erklärt Daniel Kendziur, welche Auswirkungen die Empco-Richtlinie auf regionale Herkunftsaussagen hat.
-
Haltungsformen im HandelZwischen Tierwohlversprechen und wirtschaftlicher RealitätMehr Tierwohl ist das Ziel von Handel, Politik und Verbrauchern. Doch hohe Kosten, unsichere Verträge und eine zurückhaltende Nachfrage setzen die deutsche Schweinehaltung zunehmend unter Druck.
Viel gelesen in Handel
-
Jahresgespräche 2026Rabatte reichen nicht mehr – worüber Handel und Industrie jetzt wirklich verhandeln -
Interview mit Preisexperte Christoph Krauss„In der Todeszone droht die Auslistung“ – warum B-Marken die schwierigsten Jahresgespräche führen -
LP-BranchenwettbewerbMit Frische, Service und Atmosphäre zum Sieg – das sind die besten Blumenabteilungen 2026 -
MarktrundgangKlasse statt Masse – wie Edeka Prechtl Lebensmittel neu inszeniert
Läden
-
MarktrundgangKlasse statt Masse – wie Edeka Prechtl Lebensmittel neu inszeniertEin Frischemarktplatz am Eingang, regionale Produkte mit eigener Bühne und ein flexibler Check-out: Edeka Prechtl gestaltet in Oberaudorf den Supermarkt neu – mit viel Raum für Genuss, Beratung und Spezialitäten.
-
MarktrundgangDie Käsetheke als Stopper – wie Edeka Otto den Kundenlauf neu denktEine Käsewelt nach niederländischem Vorbild, eine Plauderkasse ohne Plauderer und Heimatliebe als Leitmotiv: Sechs Wochen nach der Eröffnung zieht Edeka-Kaufmann Alexander Otto eine erste Bilanz.
Produktwissen
-
ProduktwissenVon Dijon bis Feigensenf – Vielfalt schafft Kaufimpulse im RegalOhne Senf wären viele Speisen fade. 76 Prozent der Deutschen kaufen ihn daher regelmäßig. Dabei trägt das Senfregal zur regionalen Profilierung bei.
-
ProduktwissenFranciacorta – die italienische Premium-Alternative zu ChampagnerDer italienische König des Schaumweins entsteht durch Flaschengärung. Den Franciacorta herzustellen, erfordert viel Handarbeit.
Personalien Handel
Nachhaltigkeit
-
KlimafolgenGreenpeace sieht Hitzesommer-Kosten von mindestens 36 Milliarden Euro -
Simon-Kucher-UmfrageMehrheit würde für nachhaltige Verpackungen mehr zahlen -
Koalitionsstreit KlimaschutzSPD will Klimaanpassung im Grundgesetz verankern -
Verpackungsverordnung tritt in KraftEU verbietet Ewigkeitschemikalien in Lebensmittelverpackungen
Im Gespräch
-
Famila-Warenhausleiter im Interview„Traditionelle Angebote sind erfolgreich“ – warum Klassiker zur WM den Unterschied machenOliver Wagner vom Famila-Warenhaus in Neustadt setzt zur Fußball-WM vor allem auf bewährte Sortimente statt teurer Aktionen – und erklärt, warum zu viel Event schnell zum Verlustgeschäft wird.
-
Rewe-Category-Manager im InterviewGrilltheke als Erlebnisfläche – so steigert Cross-Selling den UmsatzGeflügel legt zu, Schweinefleisch bleibt Klassiker und Grillfans setzen zunehmend auf Vielfalt statt großer Einzelstücke. Matthias Gaude von Rewe Nord erklärt im Interview, welche Produkte sich in der Grillsaison besonders gut verkaufen und wie Händler ihr Sortiment optimal inszenieren.
