Wild Wilde Zeiten

Die Saison für Wildfleisch hat wieder begonnen. Dabei befeuert der Trend zur Regionalität die gestiegene Nachfrage.

Donnerstag, 04. November 2010 - Fleisch
Artikelbild Wilde Zeiten
Bildquelle: Mugrauer, Hoppen

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Wenn das Jahr langsam seinem Ende zugeht und die Tage kürzer werden, beginnt die Zeit für den Wildverkauf. Denn passend zur dunklen Jahreszeit wird auch das Fleisch auf dem Teller der Verbraucher dunkler. Daher rüstet sich derzeit der LEH für die Wild-Saison. Die Rewe Dortmund zum Beispiel begann den Verkauf von Wildfleisch in der 43. Kalenderwoche mit der jährlichen „Wilden Woche" unter dem Motto „Wilde Delikatessen". „Ich bin mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr, wie schon in den vergangenen Jahren, die Umsätze mit Wildfleisch steigern werden", sagt Heinz Kirsch, Leiter der Frischeabteilung Fleisch, Wurst, Käse. Vor allem die angebotenen veredelten Wildspezialitäten seien umsatzträchtig und erhöhten den Rohertrag. Die Wildwochen sind für Kirsch eine Herzensangelegenheit, denn er selbst ist ein passionierter Jäger. Die Leidenschaft fürs Wild kam jedoch nicht erst mit Heinz Kirsch ins Unternehmen.

Die Rewe Dortmund gilt als der Vorreiter im Wildfleisch. In drei Jahren, also 2013, feiern die Dortmunder ihr hundertjähriges Bestehen. Bereits in frühen Jahren wurde mit Wildfleisch gehandelt, seit 15 Jahren jedoch liegt der Wildverkauf im Fokus. 2009 lieferten die Dortmunder 75 t Wildbret an ihre Filialen und selbstständigen Einzelhändler, diese Zahl möchte man bis zum Jubiläum auf 100 t steigern. Dafür müsse man den Verbraucher verstärkt an die Vorzüge von Wildfleisch hinführen. 60 kg Fleisch isst der deutsche Verbraucher pro Jahr, doch nur 600 g davon sind Wildfleisch von Reh, Hirsch oder Wildschwein. Damit liege der Pro-Kopf-Verbrauch bisher nur bei 1 Prozent. „Es ist schade, dass hauptsächlich nur zu Weihnachten Wild gegessen wird. Denn es schmeckt auch an Ostern oder im Sommer auf dem Grill sehr gut", sagt Kirsch.

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