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Fleisch-Star Talent 2018 Auf Talentsuche

Heidrun Mittler | 19. Januar 2018

Aufregung, Anspannung, Spaß und Teamwork: 20 Azubis aus dem Fleischbereich stellen vor Juroren ihr Können unter Beweis. Alle 20 streben nach dem Titel „Fleisch-Star-Talent“. Eindrücke von zwei spannenden Tagen im Assessment-Center.

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Da schimpf mir noch einer über die Jugend von heute! Die 20 Teilnehmer, die zum Azubi-Event der Lebensmittel Praxis nach Neuwied gekommen sind, sind mustergültige Beispiele für hervorragendes Benehmen. Und nicht nur das: Die angehenden Fleisch-Experten haben selbstsicheres Auftreten, versprühen Charme, sind witzig – es ist eine Freude, mit ihnen zu arbeiten. Das ist die einstimmige Meinung der Juroren, die im Dezember vergangenen Jahres zur Food Akademie Neuwied gereist sind, um die Fleisch-Star-Talente zu ermitteln. Innerhalb von zwei Tagen lernen sie die Kandidaten – 10 aus dem Bereich Verkauf, 10 aus dem Bereich Produktion – kennen, dazu dienen zahlreiche Aufgaben. In Einzeldisziplinen und Teamspielen stellen die jungen Leute nicht nur ihr Wissen in puncto Fleisch und Wurst unter Beweis. Es geht genauso darum, wie kreativ die Auszubildenden im dritten Lehrjahr Probleme lösen können, wie effektiv sie in einer Gruppe arbeiten. Nicht zuletzt, wie sie sich den Juroren gegenüber als Person präsentieren. Also, zusammengefasst: Alles Anforderungen, die im Arbeitsalltag gestellt und erfüllt werden, hier nur eben unter Beobachtung von Fachleuten.

Drei Tipps zur Beratung beim Thema Allergene von Verena Veith, Thekentrainerin.
  1. Nutzen Sie die notwendigen Unterlagen – an jeder Theke sollte ein Ordner mit den Angaben über die Inhaltsstoffe stehen!
  2. Der einfachste Weg: Die Angaben sind in modernen Waagen abrufbar.
  3. Und wenn Sie die Antwort nicht wissen? Geben Sie das offen zu und informieren Sie sich, z. B. bei Kollegen. Antworten Sie niemals auf gut Glück – damit können Sie Ihrem Kunden erheblich schaden!

Wie die Talentschau abläuft? Die 20 Verkäufer und Produktioner haben im Vorfeld eine Bewerbung geschrieben und wurden von der LP eingeladen. Am 5. Dezember sind sie nach Neuwied gereist, die meisten mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. „Was kommt da wohl auf mich zu?“, lautet die bange Frage. Doch schon beim ersten gemeinsamen Mittagessen entspannt sich die Lage. Dann folgen Einteilung in Gruppen und ein Fotoshooting. Und schon geht‘s zum ersten Spiel, neudeutsch: zur ersten Challenge.

Beim Bogenschießen auf StyroporTiere müssen die Kandidaten zeigen, dass sie die Teilstücke von Schwein und Rind und ihre Verwendungsmöglichkeiten kennen. Jürgen Sieler hat die korrekte Handhabung von Pfeil und Bogen unter Kontrolle. Marco van der Kooi als gelernter Koch und Jürgen Seifert als Metzgermeister bewerten die fachlichen Aussagen. Weiter geht‘s zur Rallye, wo Heidrun Mittler und Michaela Hennecke aus der Redaktion mit zwei Aufgaben warten: Es geht um die Organisation einer Fete und darum, einen Geschenkkorb zu packen. Außerdem haben Thorsten Kilb und Mitarbeiterin Maxi-Kristin Dietterle (beide Kaufland) knifflige Kopfrechen-Aufgaben entwickelt, die es zu lösen gilt.

Drei Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch von Jürgen Seifert, Leiter Technikum.
  1. Seien Sie ehrlich und authentisch. Ihr Gesprächspartner merkt sofort, wenn Sie eine Rolle spielen.
  2. Bereiten Sie sich vor! Viele Fragen sind Standard- Fragen. Bestenfalls haben Sie sich für diese Fragen bereits Antworten überlegt.
  3. Informieren Sie sich über das Unternehmen! Heute können Sie die wichtigsten Eckpunkte über ein Unternehmen im Internet recherchieren.

Verena Veith und Jörg Wagner haben eine praktische Aufgabe in Petto. Die Thekentrainerin möchte in ihrer Rolle als Kundin eingelegte Steaks kaufen, verträgt aber keine Laktose, kann keinen Sellerie essen oder bekommt Bauchschmerzen vom Senf. Unter den wachsamen Augen von Jörg Wagner beraten die Prüflinge die Kundin zu den Allergenen. Als wäre das nicht schwierig genug, haben Manfred Müller und Hans-Joachim Wermter rohe und gekochte Schinken mitgebracht. Die Juroren lassen verschiedene Produkte erkennen und erschmecken und bohren nach: Was genau bedeutet die Angabe g.g.A? Oder muss bei diesem Schinken nicht eher ein anderer Zusatz stehen? Gut, dass dieser anstrengende Tag mit einem schönen Abendessen abschließt.