Nach heftiger öffentlicher Kritik an der Entscheidung, weiter geschäftlich in Russland aktiv zu bleiben, hat Ritter Sport angekündigt, die Gewinne zu spenden. Man habe entschieden, „jeglichen Gewinn aus dem laufenden Russland-Geschäft an humanitäre Hilfsorganisationen zu spenden“, teilte das Unternehmen auf Facebook mit. Weiter heißt es in dem Statement: „Um Arbeitsplätze und auch die Lebensgrundlage von vielen Kakaobauernfamilien zu sichern, liefern wir weiterhin Schokolade für die russische Bevölkerung, haben jedoch sämtliche Investitionen in Russland sowie unsere Werbung bereits seit einigen Wochen gestoppt.“ Den russischen Einmarsch in die Ukraine verurteile man „aufs Schärfste“.
Russland ist für das schwäbische Unternehmen nach dessen Angaben der zweitwichtigste Absatzmarkt nach Deutschland. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt bei etwa 10 Prozent.
Das Festhalten am Russland-Geschäft hatte angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine wachsende Empörung ausgelöst. Auch der ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk hatte sich in die Debatte eingeschaltet. „Quadratisch. Praktisch. Blut“, hatte er in Anspielung auf den bekannten Werbeslogan des Unternehmens getwittert.
Die quadra‧tischen Schokoladentafeln von Ritter Sport sind auch in Russland populär.
Nach Kritik Ritter Sport spendet Gewinne
Der Schokoladenhersteller reagiert auf Kritik an seinem Festhalten am Russland-Geschäft. Die Gewinne sollen an Hilfsorganisationen gehen.
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