Der Schokoladenhersteller Ritter Sport hat in den Vereinigten Staaten eine eigene Vertriebsgesellschaft gegründet. Das Familienunternehmen aus Waldenbuch will damit seine Präsenz auf dem amerikanischen Markt ausbauen.
Das Unternehmen sieht im Ausland großes Wachstumspotenzial. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 565 Millionen Euro. Konkrete Zahlen zum Ergebnis nannte Ritter Sport nicht. Die Exportquote erreichte 2023 rund 60 Prozent.
In Deutschland musste der Schokoladenhersteller dagegen einen leichten Absatzrückgang hinnehmen. Grund waren zeitweilige Lieferstopps. Der Heimatmarkt entwickelte sich zuletzt leicht rückläufig.
Ritter Sport reduziert Abhängigkeit von Russland
Mehrere Auslandsmärkte entwickelten sich positiv. Dazu zählen nach Angaben des Unternehmens Österreich, Italien, Dänemark und Großbritannien. Russland blieb trotz Rückgangs ein bedeutender Absatzmarkt für Ritter Sport.
Das Unternehmen will die Abhängigkeit vom russischen Markt weiter verringern. Ritter Sport investiert nicht mehr in Russland und hat die Werbung gestoppt. Gewinne aus dem Russland-Geschäft spendet der Schokoladenhersteller an humanitäre Organisationen, wie es in der Mitteilung heißt. Das Unternehmen war nach Beginn des Krieges in der Ukraine in die Kritik geraten, weil es sich anders als andere westliche Unternehmen nicht aus Russland zurückgezogen hatte.