Anzeige

Brot und Backwaren Back-Trends

Susanne Klopsch | 07. März 2012

Helle Sorten, Premium , kleinere Gebinde bewegen den Brotmarkt. Ein Problem bleiben die Rohstoffpreise.

Anzeige

Vor dem Blick auf die Brottrends, darf ein Thema nicht außen vor bleiben: die Preise . Die Rohstoffe für die Hersteller von Brot und Backwaren sind in den vergangenen 18 Monaten permanent gestiegen. Die von der LP befragten Hersteller sehen, trotz Kostenreduzierungen in den Betrieben, durchwegs keine Chance, Preiserhöhungen zurückzustellen. „Qualitative Rohstoffe hatten und haben weiterhin ihren Preis“, heißt es etwa bei der Brezelbäckerei Ditsch. Meggle erhöht den UVP seiner Baguettes von 0,99 Euro auf 1,19 Euro. Auch bei Coppenrath & Wiese werden Erhöhungen langfristig nicht ausgeschlossen.

Helle Sorten: Generell sind Produkte aus hellem Mehl (Weizen) gefragt. „Neue Anlagentechnologien machen es möglich, Teige mit langer, kühler Teigführung nach traditioneller Art sehr schonend zu behandeln“, sagt Hans-Jochen Holthausen, Geschäftsführer Harry-Brot. So entstünden neue Qualitäten. Gerade jüngere Verbraucher favorisierten hellere Sorten, sagt Thomas Höring, Lieken-Vorstandsvorsitzender.

Backstationen: Hier entwickeln sich vor allem die Brötchen gut. Sie stehen laut Holthausen inzwischen für einen Umsatzanteil von 30 Prozent. Mit dem Premium-Sortiment BrotArt will Harry-Brot weitere Kundengruppen erschließen: Die drei Brote und fünf Sorten Brötchen sowie Kleingebäck sollen mit raffinierten Rezepturen und rustikaler Aufmachung überzeugen. „Laib & Seele“ von Lieken ist ebenfalls im Premiumbereich angesiedelt: „Schlemmerseele“, „Strahlemann“, „Kornriegel“ oder „Abendwolke“ sollen laut Lieken durch hochwertige Zutaten, eine besonders lange Teigführung sowie aromatische, lockere und ungleichmäßig geporte Krumen zeigen, dass hinter der Produktentwicklung echtes Handwerk und Know-how stecken.

Schnittbrot: Marke ist gefragt: „2011 entwickelte sich das Markengeschäft im SB-Regal mal wieder deutlich positiv“, sagt Holthausen. Bei Lieken war Lieken Urkorn besser als der Markt und baute laut Höring den Marktanteil auf 14,7 Prozent (Nielsen) aus.

Kleinere Packungsgrößen: Sie sind nicht nur der demografischen Entwicklung geschuldet und sprechen die Probierfreude an, sie sind auch ein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Lieken bietet Golden Toast Buttertoast sowie die Sorten Körnerharmonie und Vollkorntoast im 250-g-Pack an. Sinnack reagiert mit Produkten im teilbaren Doppelkammerpack auf kleiner werdende Haushalte. Die Backfrischen Bauernbrötchen mit Ruchmehl gibt es im Beutel mit vier Produkten.

Minis: Coppenrath & Wiese launcht die Mini-Baguettes aus der Range Unsere Goldstücke. Ölz führt in Deutschland die Mini Marmor Kuchen und die Mini Linzer Schnitte ein.

Aufbackware: Sinnack Backspezialitäten sieht die Produkte als Ergänzung für die Verbraucher, die nicht auf frisch gebackene Brötchen verzichten wollen, auch wenn die Zeit zum Einkauf fehlt.

Gesundheit: Für Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitgesellschafterin Mestemacher Gruppe, sind „gesundheitsorientierte Vollkornbrote mit hohem Ballaststoffanteil“ Differenzierungsmerkmale fürs SB-Regal. Lieken erweitert im Frühjahr die Lieken Urkorn Fit-&-Vital-Range um die Sorte Körner Satt, mit sieben verschiedenen Körnersorten und Saaten. Zudem gibt es neu die Golden Toast Toasties Roggen.

Spezialitäten: Internationale Angebote wie Wraps, Naan- oder Pita-Brot runden laut Mestemacher das Sortiment ab. Meggle setzt italienische Signale mit dem Baguette Toskana Baguette alla Bruschetta.

\\ www.harry-brot.de; www.mestemacher.de; www.lieken.de; www.sinnack.de