Frühstücksprodukte Versüßter Tagesbeginn

Hohe Fruchtanteile, fein passiert, Vielfalt, Regionalität?/?Ursprung und die Landlust bestimmen das Bild bei Marmelade und Honig .

Donnerstag, 12. Januar 2012 - Sortimente
Dieter Druck
Artikelbild Versüßter Tagesbeginn
Bildquelle: iStockphoto

Inhaltsübersicht

Ein wenig anders ist hier die Sicht bei Zentis. „Wir haben kein Bioprodukt eingeführt, was sich als richtig erwiesen hat, weil sich Bio letztlich bei Konfitüren nicht durchgesetzt hat“, argumentiert Produktmanagerin Samira Gier. Das sei vor allem im Discount ein Thema gewesen, verliere jedoch zunehmend an Bedeutung und entsprechende Produkte würden nach und nach wieder aus dem Sortiment genommen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Konfitüre an sich aus Verbrauchersicht „natürlich“ sei. Hoher Fruchtanteil und ausgewogene Süße seien da relevantere Produktmerkmale. Zentis 75 Prozent Frucht greife diesen Trend auf. Das Produkt zeichne sich zudem durch einen geringeren Gesamtzuckergehalt, gemessen an herkömmlicher Konfitüre, aus. Der Trend zur leichten und ausgewogenen Ernährung bediene auch „Zentis Balance“, sagt Daniela Finger, Junior-Produktmanagerin Konfitüre. Das Produkt ist seit April 2011 im Handel. Voller Fruchtgenuss bei 50 Prozent wenige r Kalorien ohne Verwendung von Kristallzucker werden als hervorstechende Attribute genannt. Ein Angebot auch für Verwender von Diät-Produkten, wobei Produkte mit Kennzeichnungen „Diät“ und „für Diabetiker geeignet“ durch den Wegfall des § 12 der Diät-Verordnung künftig nicht mehr in den Regalen zu finden sind. Zentis Balance und 75 % Frucht stehen im Fokus der zum Frühling anlaufenden Promotion „Fit in den Tag“. Von Juni bis September werden die Beerensorten in den „Beerenwochen“ mit einer Promotion sowie einem „Bären-Gewinnspiel“ unterstützt. Ebenso wird bei Zentis das Thema der saisonalen Produkte fortgeschrieben, die mit Backkonfitüren zu Weihnachten (Cranberry- und Orangengelee) und winterlichen Geschmacksrichtungen (Bratapfel und Winterpflümli mit Zimt) 2011 ihre erfolgreichen Vertreter hatten.

Hoher Fruchtanteil und fein passiert sind Merkmale, die auch d’darbo mit drei den neuen Sorten unter d’arbo Fruchtreich passiert (Marille-Holunderblüte, Beeren-Rhabarber und Kirsche-Ingwer) umsetzt. Die Marke im Vertrieb von Importhaus Wilms/Impuls verzeichnet im ersten Halbjahr ein überproportionales Wachstum von 5,1 Prozent (Nielsen, Wert, 1. HJ 2011, LEH ohne Aldi, Lidl und Norma). Der Markt legte im gleichen Zeitraum um 2 Prozent wertmäßig zu. In diesem Jahr setzt d’arbo erstmalig auf eine nationale TV-Kampagne, die über die wichtigsten deutschen Sender 300 Mio. Kontakte bringen soll. Das Ganze wird begleitet von Print- und PoS-Aktivitäten.

Mit der Zulassung von Stevia als Süßungsmittel könnten auch bei den Konfitüren neue Zeiten eingeläutet werden. Doch ist derzeit eine, anders als beispielsweise in der Getränkebranche, eher abwartende Haltung zur neuen Süße zu erkennen. Rechtliche Details, Eigengeschmack, fehlendes Volumen werden als Argumente angeführt. Aber das Thema ist nicht vom Tisch, weil vom Verbraucher bislang positiv beurteilt.?


Der Deutsche und sein Honig
  • 51 Prozent der Deutschen kaufen mindestens einmal im Jahr Honig
  • pro kaufendem Haushalt werden durchschnittlich 1,6 kg Honig konsumiert
  • Deutschland hat den weltweit am höchsten Pro-Kopf-Verbrauch
  • 60 Prozent entfallen auf Vielblütenhonige / 40 Prozent auf Tracht- honige und Spezialitäten
  • 60 Prozent der gekauften Honige sind flüssig, 40 Prozent cremig
  • zu 85 Prozent greift der deutsche Konsument beim Honig zum 500-g-Gebinde
  • In Nord-, Mittel- und Ostdeutschland werden verstärkt helle und cremige Honige konsumiert (Linde, Akazie, Raps, Klee, aber auch Heide-Honig)
  • In Süddeutschland ist eine Präferenz für dunkle und flüssige Honige erkennbar (Tanne, Wald etc.)

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