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Nudossi Mehr als „Nudossi“

Reiner Mihr | 31. August 2018
Nudossi: Mehr als „Nudossi“

Bildquelle: Sächsische und Dresdner Backwaren- und Süßwaren GmbH & Co. KG

Der Name des Unternehmens ist vielleicht nicht so geläufig . Die Marke „Nudossi“ ist aber sehr bekannt. Die Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG stellt sie her.

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Es war 1997 als der Geschäftsführer Karl-Heinz Hartmann, auf einer Pressekonferenz auf die Frage eines Reporters etwas zu spontan antwortete: „Klar, Nudossi kommt auch wieder.“ Aus der Nummer kam er nicht mehr raus. Heute ist er sicher glücklich darüber. Die damalige Äußerung von Hartmann löste medial eine Lawine aus. So kaufte er Ende der 90er-Jahre die Markenechte an Nudossi und begann wieder mit der Produktion des kultigen Brotaufstrichs.

Davon gibt es zwei Varianten. Die palmölfreie ist in den alten Bundesländern im Glasgebinde erhältlich. In den neuen Bundesländern bestimmt nach wie vor die Dose aus „Plaste“, die die mit Palmöl herstellte Variante beinhaltet, das Bild. Heute macht das Unternehmen 60 Prozent seines Umsatzes mit Nudossi.

Fakten
  • Unternehmen Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG
  • Adresse Fabrikstraße 4 01445 Radebeul
  • GF Karl-Heinz Hartmann, Thomas Hartmann, Ulla Hartmann
  • URL www.nudossi.de und www.vadossi.de
  • Gründung 1920; 1924 Umzug nach Radebeul Neugründung 2007
  • Sortiment Brotaufstriche, Schokoladenspezialitäten, sächsische Gebäcke, Dresdner Stollen, Kalter Hund, Nougatprodukte, Weihnachtswaren und Dresdner Produkte
  • Artikelzahl 80
  • Kunden Handelsunternehmen in Deutschland und selbstständige Wiederverkäufer

Nicht nur Nudossi kommt aus der Sächsischen und Dresdner Back- und Süßwarenfirma, auch „Naschi“, ebenfalls ein Brotaufstrich. Eine weitere feste Größe im Portfolio ist „Oma Hartmanns Kalter Hund“. Und dann sind da noch die Gebäcke. Die Renner sind – neben dem Original Dresdner Christstollen – die verschieden gefüllten Varianten des Stollenkonfekts, die in viele Länder der Erde verkauft werden.


Der Stollen liegt den Hartmanns besonders am Herzen, stammen die Inhaber doch aus einer Konditorendynastie. In der Weihnachtszeit verlassen täglich 3.500 Stollen das Unternehmen. Insgesamt umfasst das Sortiment 80 Produkte aus den Bereichen Brotaufstriche, Kalter Hund, Pralinen und Saisonartikel.

Der Firmenstandort befindet sich in der ehemaligen Hochburg der deutschen Schokoladenindustrie. Nicht nur, dass die Dresdner Firma Jordan und Timaeus anno 1839 hier die Milchschokolade erfand. Im 19. Jahrhundert erlebte die Schokoladenindustrie in Deutschland ihren großen Aufschwung. Seinerzeit wurden in Dresden 30 Prozent der gesamten deutschen Schokoladenproduktion hergestellt. Kein Wunder also, dass sich der Verband deutscher Schokoladenfabrikanten am 6. Januar 1877 in Dresden gründete. Dieser Tradition fühlen sich die Radebeuler noch immer verpflichtet. Allen voran ihr Geschäftsführer Karl-Heinz Hartmann, der der Familientradition treu blieb und Konditormeister wurde. Diesen Weg schlägt auch der Sohn, Thomas Hartmann ein. Er ist Konditormeister und im Betrieb als Geschäftsführer tätig.