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Gewürze Die Würze macht den Wandel

Martin Heiermann | 31. August 2018

Der größte deutsche Gewürzhersteller Fuchs will die Bedürfnisse von Handel und Verbrauchern stärker berücksichtigen. Zudem setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit.

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Die ersten Resultate ihrer Neustrukturierung und des Marken-Relaunches kann die Fuchs-Gruppe derzeit verzeichnen. „Wir sind seit unser Reorganisation 2017 noch dichter an unseren Handelskunden dran“, sagt Jan Plambeck, Geschäftsführer der Gruppe und für Vertrieb und Marketing des Unternehmens verantwortlich. Unter der Leitung von Nils Meyer-Pries, der seit drei Jahren als Chief Executive Officer bei Deutschlands größtem Gewürzhersteller agiert, hat die Geschäftsführung eine Neustrukturierung des Unternehmens in Angriff genommen. Und auch in Sachen Nachhaltigkeitsstrategie hat der Hersteller mit Sitz in Dissen im Osnabrücker Land einen neuen Anlauf genommen. Er wird noch in diesem Jahr seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen.

Nachdem der Gründer des Gewürzproduzenten, Dieter Fuchs, im Jahr 2016 die Mehrheit seiner Firmenanteile an die gemeinnützige Dieter-Fuchs-Stiftung übertragen hat und sich aus der aktiven Geschäftsführungs zurückzog, begann im vergangenen Jahr die Neupositionierung.

Zwei Gewürz Marken für dendeutschen Handel
In fünf Geschäftsfeldern agiert der Gewürzhersteller seitdem. Neben dem Handelsgeschäft in Deutschland (Retail Spices Germany) sind dies der internationale Handel, das weltweite Industriegeschäft, der Bereich Foodservice und der Bereich Taste Innovations. In diesem Geschäftsfeld überführt das Unternehmen internationale Lebensmitteltrends in Angebote für deutsche Verbraucher. Darüber hinaus hat sich der Hersteller beispielsweise durch Zukäufe in den USA und auch in Großbritannien weltweit verstärkt.


Für den deutschen Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) sind nach wie vor die Kernmarken Fuchs und Ostmann sowie das Privat-Label-Geschäft relevant. Doch die Positionierung hat sich verändert und die Marktbearbeitung intensiviert. Die Bedürfnisse der Zielgruppen sollen stärker in den Fokus genommen werden. Die Marke Fuchs richtet sich vor allem an Konsumenten, die gerne kochen und Neues ausprobieren wollen. Dem gegenüber präsentiert sich die Marke Ostmann als „praktischer Helfer“ mit dem Claim „Damit deinem Essen nie langweilig wird“. Sie soll eine schnelle und unkomplizierte Zubereitung unterstützen.

Bei der Beschaffung der Rohware setzt der Gewürzhersteller auf mehr Nachhaltigkeit. „Wir wollen wissen, wer die Rohwaren auf welchen Feldern herstellt, wie sie geerntet, verpackt und transportiert werden. Daher fängt unsere Qualitätskontrolle bereits beim Anbau an“, erklärt Fuchs-Chef Nils Meyer-Pries. Der Nachhaltigkeitsansatz sei auch ein Ergebnis der strategischen Unternehmensentwicklung.