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Euroshop Individualität kostet

Brigitte Oltmanns | 24. Februar 2011

Die Zielvorgaben des Handels an moderne Ladenarchitektur und –technik sind hoch. Die EuroShop zeigt, wie realistisch sie sind.

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Authentische Gesamtkonzepte mit hohem Erlebniswert am PoS realisieren, Markenprofil gewinnen – und gleichzeitig die Energiekosten nachhaltig senken: Dies sind im Handel Zielvorgaben mit hoher Priorität. Wie moderne Ladenarchitektur und –technik diese Ziele unterstützen kann, zeigt die EuroShop in Düsseldorf.

Wie kann ich Qualität, ein Mehr an Frischekompetenz und Service durch ein stimmiges Gesamtkonzept sichtbar und erlebbar machen? Wie inspiriere und begeistere ich meine Kunden und erhöhe ihre Verweildauer im Markt? Mit welcher Gestaltung und Atmosphäre des Marktes kreiere ich ein außergewöhnliches Erscheinungsbild und differenziere mich vom Durchschnitts-Supermarkt? Auf diese Fragen müssen Händler heutzutage eine überzeugende Antwort finden. Ideen und Inspirationen dazu verspricht wieder die EuroShop als internationales Trendbarometer für den Ladenbau und Plattform für Erneuerungsprozesse. Schließlich werden diese Fragen zunehmend auch über eine individuelle Formensprache von Ladenarchitektur und -design entschieden. Und damit ist die Frage nach aktuellen Trends im Ladenbau eigentlich schon beantwortet: „Individualität" heißt der Megatrend. Ob der LEH die Atmosphäre des guten alten Tante-Emma-Konzepts wieder aufleben lässt oder ganz moderne, multimedial gestaltete Erlebniswelten am PoS inszeniert, ob Holz, Glas, Beton, Stein oder Edelstahl das bevorzugte Baumaterial ist, eins steht fest: „Verkaufsflächen, Einrichtung sowie Produkte werden immer stärker auf das jeweilige Retail-Branding ausgerichtet, so dass der Kunde in eine durchgehend authentische Einkaufswelt eintaucht." So Matthias Hummel, Managing Director der Vizona GmbH. Er unterstreicht, dass der Trend zu einer individuellen Ladeneinrichtung ungebremst sei. Wertigkeit und Authentizität sind wichtige Parameter in diesem Zusammenhang. Natürliche Materialien, die aus nachhaltigem Anbau stammen beziehungsweise recycelbar sind und damit die Nachhaltigkeits-Philosophie des Handels auch im Ladenbau unterstützen, rücken in den Fokus.

Die Frischekompetenz bleibt dabei Visitenkarte und Aushängeschild des Lebensmittelhändlers schlechthin. Obwohl Frische in Selbstbedienung nach wie vor ein wichtiger Wachstumsträger ist – besonders deutlich zum Ausdruck bringt der Handel diese Kompetenz an der Bedientheke. Hier wird die Frische nach allen Regeln der Kunst inszeniert. Transparenz ist dabei ein wichtiger Aspekt, und die Kühlmöbelfabrikanten wie Aichinger oder die Kältetechnik Hauser GmbH betonen unisono die große Bedeutung einer transparenten Vollverglasung. Dem Retro-Stil folgen laut Hauser die so genannten Cube-Theken mit geraden, eckigen Glasaufbauten. Diese Kühlmöbel verfügen jetzt erstmals über stützenlose Glasaufsätze – eine entscheidende Konstruktionsverbesserung, die im Unterschied zu den Vorgängermodellen nun eine hundertprozentige Wareneinsicht erlaubt und damit einen hohen Warendruck erzeugt.

Bei aller verkaufsfördernden und imagebildenden Optik der Ladengestaltung darf jedoch die Praxistauglichkeit im Alltagsgeschäft nicht leiden. Hygienebestimmungen, aber auch ergonomische Aspekte wie die bequeme Warenbeschickung und Reinigung durch das Thekenpersonal sind Anforderungen des Handels, zu denen die Kühlmöbel-Aussteller auf der EuroShop neue Lösungsansätze zeigen.

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