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Mopro Vergleichen Sie sich mal! Die Kennziffern der Besten

Christina Steinheuer | 30. Oktober 2015

Sie glauben, Ihre Bedientheke für Käse ist erfolgreich: Dann vergleichen Sie Ihre Daten einmal mit jenen der besten Käse-Star-Bewerber 2015.

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Noch nie hat die Lebensmittel Praxis die Daten und Kennziffern eines Wettbewerbs derart intensiv ausgewertet, wie beim diesjährigen Käse-Star. Zumeist haben wir uns bisher auf die Highlights einzelner Bewerber konzentriert, angefangen bei den Käsesorten, über durchdachte Aktionen, Artikel aus eigener Herstellung, bis hin zu Thekenmöbeln und Ladenbaulichem oder auch Serviceleistungen für die Kundschaft.

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Derartiges berichtet (vgl. LP 11/2015, S. 36 ff; LP 12/2015, S. 38 ff), doch wir wollen Ihnen erstmals mehr bieten, eine genaue Auswertung aller Daten und wirtschaftlich relevanter Kennziffern der besten Teams, die sich in diesem Jahr um den Käse-Star beworben haben. Wir hätten auch alle Bewerber als Grundlage nehmen können, aber spannender und nutzwertorientierter ist eine Analyse der Besten. Denn so lässt sich deutlicher erkennen, wo die Messlatte (für den Käse-Star 2016) hängt. Und zu den Besten zählen wir bewusst nicht nur die neun Finalisten, sondern auch die 32 Teams, die es bis in die Vor-Finalrunde geschafft haben. Den Anspruch, repräsentativ zu sein, haben wir bei den 41 untersuchten Bewerbungen nicht. Repräsentativ wäre Durchschnitt, aber diese 41 Mannschaften und Märkte leisten Überdurchschnittliches.

Auffällig: Bei diversen Punkten (Artikelanzahl Käse in Bedienung, Länge der Käsetheke, Verhältnis Prepack zu reiner Bedienung) ist die Spannbreite selbst innerhalb unserer drei Kategorien (Verkaufsflächen bis 2.500 qm; 2.500-5.000 qm; über 5.000 qm) riesig. Das zeigt, nicht nur selbstständige Kaufleute testen diverse Modelle, sondern auch Filialen suchen noch nach den Königswegen und Antworten auf Fragen wie diese: Mit wie vielen Artikeln auf wie vielen Thekenmetern habe ich den größten Profit? Wie viele Mitarbeiter (und welcher Mix an Teilzeit- und Vollzeitkräften) sind nötig?

Vergleichen Sie einmal die Daten Ihrer Käse-Bedientheke mit jenen auf den folgenden Seiten! Lassen Sie sich anspornen, besser zu werden . Oder, wenn Sie feststellen, dass Sie locker mithalten können, dann bewerben Sie sich für den Käse-Star 2016! Im Februar 2016 geht es wieder los, die Preisverleihung steht Ende Juni an und wird nicht mit der Fußball-EM kollidieren, den Bewerbungsbogen finden Interessierte im Februar in der Lebensmittel Praxis und zum Herunterladen auf www.lebensmittelpraxis.de.

Dabei spielt es keine Rolle, wie alt ein Markt oder eine Filiale ist. Weder verbessert, noch verschlechtert es die Chancen im Wettbewerb. Und keineswegs ist es so, wie LP-Redakteure oft zu hören bekommen, dass „ja eh nur moderne, neue Märkte bei den LP-Wettbewerben erfolgreich“ seien. Die ältesten Märkte, die es 2015 in die Vor- Finalrunde geschafft haben, wurden 1889 (Feinkost Böhm, zugegeben ein Sonderfall), 1950, 1972 und 1974 eröffnet. Kein Klischee, sondern Tatsache: Die Erstkräfte sind in der Regel weiblich .

Interessant: Sowohl bei Märkten mit 3.000 qm Verkaufsfläche, als auch bei jenen mit 4.000 und 5.000 qm Verkaufsfläche ist die Käse-Bedientheke im Durchschnitt 5 m lang. Und während der Käse-Umsatz (Bedienung und Prepack) bei der Kategorie „Verkaufsflächen bis 2.500 qm“ im Durchschnitt bei 425.000 Euro im Jahr liegt, beträgt er in der Kategorie „Verkaufsflächen mit mehr als 5.000 qm“ im Schnitt „nur“ 567.000 Euro jährlich. Auch der Prepack-Umsatz an der Bedientheke steigt zwar mit größerer Verkaufsfläche an, aber nicht proportional: Denn im Schnitt liegt er bei der Kategorie „Verkaufsflächen bis 2.500 qm“ bei 127.000 Euro, bei „Märkten zwischen 2.500 qm und 5.000 qm“ bei 159.000 Euro und auch bei „Märkten mit mehr als 5.000 qm Verkaufsfläche“ bei 159.000 Euro. Hingegen scheint sich die Zahl 230 bei „Käse-Artikeln in Bedienung am Wochenende“ durchzusetzen.

Im Schnitt haben die 41 Bewerber von 2013 zu 2014 an ihrer Käsetheke zweistellig zugelegt , sowohl beim reinen Bedien-Umsatz, als auch beim Prepack-Umsatz. Mit einer gut geführten Käse-Bedientheke lässt sich also Umsatz generieren und bei einer soliden Kosten-Nutzen-Rechnung auch gutes Geld verdienen.