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Käse: Aktionen Alles außer langweilig

Heidrun Mittler | 15. Februar 2016

Es ist nicht schwierig, Action an die Theke zu bringen, man muss nur für Gesprächsstoff sorgen. Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis.

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Alle Achtung , da haben die Kunden in Bergisch-Gladbach nicht schlecht gestaunt: eine „Bergische Kaffeetafel mal anders“, mitten in der Käsebedienungstheke. Mit allem, was eine stilvolle Kuchenschlacht ausmacht: Schaumkuss-Torte mit Mandarinchen, „Frischkäse küsst Himbeere mit Minze“, eine Espresso-Torte mit fein gehackter Schokolade, dekoriert mit einem hübschen Kaffeeservice aus Omas Zeiten mitsamt Milchkännchen und Zuckerdose. Jaqueline Pieske und Isabelle Kelling, erste und zweite Verkäuferin an der Bedienungstheke bei Rewe Wintgens, haben süße Torte mit Frischkäse „gezaubert“ und in der Käsetheke präsentiert. „Das Highlight war die Schoko-Duplo-Torte“, erzählt Jaqueline Pieske. Und, weil die Geschmäcker verschieden sind, ergänzten herzhafte Kreationen die Bergische Tafel: Zwiebel-, Paprika sowie eine Lachstorte. Eine Aktion, die für Gesprächsstoff im Ort gesorgt hat – und damit haben die beiden Käsedamen das Ziel einer gelungenen Verkaufsf örderungs-Aktion schon erreicht.

Abwechslung, Ungewohntes, Remmi-Demmi – damit kann der Händler Verbraucher an die Bedienungstheke locken, mit ein bisschen Geschick und Übung gelingt es, den Kunden in ein Gespräch zu verwickeln. Wenn man dann noch herausstellt, was es Neues gibt, wie das Produkt schmeckt und wozu es passt, dann wandert ein Käsepaket im Null-Komma-Nix in den Einkaufswagen.

Länderaktionen richtig nutzen
Bei der Planung einer Promotionmaßnahme ist vor allem eines gefragt: Kreativität. Mögliche Themen findet man idealerweise im Umfeld des Marktes (etwa besondere Feste wie Kirmes, Oktoberfest oder ein Jubiläum), oder aber direkt an der Theke: Falls ein Ziegenkäse in letzter Zeit gut läuft, kann man vielleicht weitere Käse aus Ziegenmilch ins Gespräch bringen, frei nach dem Motto: „Da gibt‘s nichts zu meckern“! Auch mit Länderaktionen kann man erfahrungsgemäß beim Publikum punkten, indem man beispielsweise die „französische Woche“ mit einer Probieraktion diverser Rohmilchkäse begleitet. Wer solche individuell geplanten Aktionen für zu aufwändig hält, dem sei gesagt: Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Viele Hersteller bieten Aktivitäten an, die einen eigene Aktion prima ergänzen. Nur ein Beispiel: Mai-Gouda lässt sich noch besser verkaufen, wenn die Käse-Damen in Tracht hinter der Theke stehen und ein Holland-Fahrrad verlosen.

So sorgen Sie für Aufmerksamkeit

  • Weniger ist mehr – Planen Sie lieber zwei tolle Aktionen im Jahr, als sich mit der
    Organisation von zehn Aktiönchen zu verzetteln.
  • Bei der Planung klären, welches Budget man zur Verfügung hat, zum Beispiel für
    Displays, Aufbauten, Kleidung oder ähnliches.
  • Alle beteiligten Mitarbeiter mit ins Boot nehmen. Vorher klären, ob etwa wirklich
    alle Thekenkräfte einen Tiroler Hut tragen oder ein Dirndl anziehen möchten?
  • Schon bei der Planung eine Checkliste anlegen, wo festgelegt ist, wer was macht
    und bis wann die Aufgaben erledigt sein müssen.
  • Die Aktion bekannt machen: im Faltblatt, auf der Homepage, bei Facebook, in der
    regionalen Tageszeitung sowie in Anzeigenblättern.
  • Ideal ist es, wenn die Kunden eine aktive Rolle spielen, also zum Beispiel aus
    mehreren Sorten eine wählen dürfen. Oder aber, man verknüpft die Aktion mit
    einem Gewinnspiel für die Verbraucher.
  • Fotos von der Aktion machen, nicht mit dem Mobiltelefon, sondern mit einer guten
    Kamera. Am besten engagieren Sie dafür einen Profi. Dann kann man die Aktion
    später auch werblich nutzen, etwa auf der Homepage.