Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise für Nahrungsmittel sinken deutlich

Die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Juli 2026 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen – Butter verbilligte sich sogar um mehr als 40 Prozent. Damit entwickeln sich die Lebensmittelpreise gegenläufig zum allgemeinen Trend: Die gewerblichen Erzeugerpreise insgesamt stiegen um 3,0 Prozent, getrieben vor allem von Energie und Vorleistungsgütern.

Donnerstag, 20. August 2026, 10:54 Uhr
Theresa Kalmer
Besonders stark fielen zuletzt die Preise für Butter, die sich um 41,4 Prozent gegenüber Juli 2025 verbilligten. Bildquelle: Getty Images

Die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Juli 2026 deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Nahrungsmittelpreise auf Erzeugerebene insgesamt 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Besonders stark fielen die Preise für Butter, die sich um 41,4 Prozent gegenüber Juli 2025 verbilligten. Auch Schweinefleisch kostete 22,2 Prozent weniger, Rindfleisch 6,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Teurer wurden hingegen pflanzliche Öle mit einem Plus von 12,5 Prozent sowie Zucker mit einem Anstieg von 5,1 Prozent.

Auch bei Vorprodukten für die Lebensmittelbranche gaben die Preise nach: Futtermittel für Nutztiere kosteten den Angaben zufolge 1,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, Getreidemehl verbilligte sich um 2,1 Prozent. Papier, Pappe und daraus hergestellte Waren – wichtige Verpackungsmaterialien für die Branche – waren 0,4 Prozent günstiger als im Juli 2025.

Insgesamt sanken die Preise für in Deutschland produzierte und verkaufte Verbrauchsgüter laut dem Statistischen Bundesamt um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,3 Prozent gegenüber Juni 2026. Damit entwickelten sich die Verbrauchsgüterpreise gegenläufig zum allgemeinen Trend: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im Juli 2026 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mineralölpreise treiben Energiekosten nach oben

Getrieben wurde der Gesamtanstieg vor allem von Vorleistungsgütern, die sich um 5,4 Prozent verteuerten, sowie von Energie mit einem Plus von 3,8 Prozent. Die Energiepreise zogen laut der Mitteilung insbesondere wegen höherer Mineralölpreise an, die auch bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten 31,4 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Leichtes Heizöl verteuerte sich um 52,0 Prozent, Kraftstoffe um 29,4 Prozent. Strom verbilligte sich dagegen um 1,6 Prozent.

Bei den Vorleistungsgütern schlugen den Angaben zufolge vor allem die Metallpreise zu Buche, die um 12,6 Prozent zulegten. Edelmetalle verteuerten sich um 31,8 Prozent, Kupfer und Halbzeug daraus um 28,7 Prozent. Investitionsgüter kosteten 2,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Gebrauchsgüter 2,0 Prozent mehr. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Juli 2026 um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Neue Produkte