Die Rewe-Tochter Toom öffnet ihre Werbeflächen für externe Werbetreibende. Unter dem Dach der Rewe Group vermarktet die Baumarktkette ab sofort ein sogenanntes Retail-Media-Angebot, das digitale Werbeformate im Onlineshop, in der App, in Newslettern und auf Social-Media-Kanälen umfasst. Zudem baut Toom digitale Bildschirme in seinen Märkten auf, wie das Unternehmen mitteilte.
Die Vermarktung übernimmt Rewe Group Retail Media Connect, die bereits die Retail-Media-Aktivitäten der Konzerngesellschaften Rewe, Penny und Zoo Royal steuert. Toom verfügt nach eigenen Angaben über rund 300 Märkte in Deutschland mit einer Verkaufsfläche von mehr als zwei Millionen Quadratmetern. „Mit Retail Media erschließen wir für toom ein zusätzliches Wachstumsfeld und schaffen gleichzeitig einen echten Mehrwert für unsere Industriepartner“, erklärte Toom-Chef Jochen Vogel laut der Mitteilung.
Zum Start setzt Toom den Angaben zufolge vor allem auf digitale Formate: Gesponserte Produktanzeigen und Display-Werbung im Onlineshop gehören ebenso zum Portfolio wie Werbeflächen auf der Website und in der App. Nutzer des hauseigenen Kundenbindungsprogramms, der sogenannten Vorteilskarte, sollen dabei gezielt angesprochen werden können. Parallel dazu beginnt der schrittweise Ausbau digitaler Bildschirme in den Filialen, die ein flächendeckendes Werbenetzwerk am Verkaufsort bilden sollen.
Rewe Group setzt auf lange Recherchephasen der Heimwerker
Die Rewe Group begründet den Schritt mit den Besonderheiten des Heimwerkermarktes: Kaufentscheidungen seien häufig projektbezogen, gingen mit längerer Recherche einher und erstreckten sich über größere Zeiträume. Gleichzeitig sei der durchschnittliche Warenkorb überdurchschnittlich hoch. „Mit dem Aufbau unseres Retail-Media-Geschäfts erschließen wir neue Wachstumsfelder über unser klassisches Handelsgeschäft hinaus“, sagte Elisabeth Jansen, bei Toom verantwortlich für Marketingstrategie und Medien, laut der Mitteilung.
Die Kampagnenplanung und -umsetzung übernimmt Retail Media Connect in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Mediaagenturen. Werbepartner sollen den Angaben zufolge von gruppenweiten Synergien bei Daten, Technologie und Infrastruktur profitieren.
