Die insolvente, vorwiegend in Ostdeutschland tätige Discounterkette Groschen-Markt führt 22 von 41 Filialen fort. Die meisten Standorte wechseln dabei den Namen, wie Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann mitteilte. Lediglich drei Filialen in Thüringen behalten die Marke Groschen-Markt.
Die Käufer übernehmen zehn Filialen in Thüringen, sechs in Sachsen-Anhalt, vier in Sachsen und zwei in Brandenburg. Rund 80 der zuvor 170 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Für November erwartet der Insolvenzverwalter eine weitere Übernahme.
Die hinter den Märkten stehende DEC Handelsgesellschaft hatte im Dezember Insolvenzantrag gestellt. Als Grund nannte das Unternehmen die anhaltende Kaufzurückhaltung. Die Verhandlungen mit potenziellen Käufern seien angesichts des schwierigen Marktumfeldes langwierig gewesen, erklärte Spiekermann.
Im März hatte der Insolvenzverwalter noch angekündigt, dass 30 von 41 Märkten erhalten werden könnten. Diese Prognose erfüllte sich nicht. Die Discounterkette war vor allem in Ostdeutschland tätig.
Groschen-Markt ist nicht der einzige Non-Food-Discounter, der an den wirtschaftlichen Herausforderungen scheitert. Unlängst wurde bekannt, dass die ebenfalls insolvente Kette Mäc-Geiz rund 50 Filialen schließen muss.
