Alkoholfreie Getränke Bitter-süße Trendwende im Getränkeregal - Energy-Drinks und Bittergetränke

Bubble Tea, Energy-Drinks und Bittergetränke sind aktuelle Trends. Die süßen und herben Erfrischungen verdrängen einst etablierte Segmente.

Donnerstag, 06. September 2012 - Getränke
Tobias Dünnebacke
Artikelbild Bitter-süße Trendwende im Getränkeregal - Energy-Drinks und Bittergetränke
Bildquelle: wafg

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„Unbedenklichkeit“ ist bei Bubble Tea mittlerweile ein wichtiges Verkaufsargument, schließlich wird das Getränk von Verbraucherschützern nicht nur wegen des hohen Zuckeranteils und der Verschluckungsgefahr der Stärkebällchen kritisiert. Jüngst ging auch die Entdeckung von gesundheitsschädlichen und verbotene Substanzen von Aachener Wissenschaftlern durch die Medien. Die Forscher hatten neun Sorten aus der Filiale einer bundesweiten Bubble-Tea-Ladenkette in Mönchengladbach untersucht und in den Aromakugeln des Tees unter anderem Styrol, Acetophenon und bromierte Substanzen in nicht geringer Konzentration gefunden. „Die Diskussion um Zucker und Giftstoffe führt zu Verunsicherung der Verbraucher. Dies wird über die Zukunft der Bubble Teas mit entscheiden“, ist Nielsen-Experte Fritsch überzeugt. Wehner sieht den neuen trinkfertigen Bubble Tea seiner Firma nicht als Teil der Problematik: „Unsere Bubbles sind von einem renommierten europäischen Hersteller, versehen mit sämtlichen Zertifikaten und Unbedenklichkeitsbescheinigungen. Wir distanzieren uns vollständig von den Bubbles asiatischer Herkunft.“

Weiterhin mengenmäßig eine Nische, aber in Sachen Marge und Wachstum ein absolutes Phänomen sind nach wie vor die Energy-Drinks. Laut Nielsen seien diese mittlerweile auf Umsatzbasis das fünftstärkste AfG-Segment. Zeitgleich fällt auf, dass ehemals etablierte und beliebte Getränke wie Fruchtsaftnektare dramatisch verlieren (-25,8 Prozent Absatzverlust bis zur KW 26 im Vorjahresvergleich, LEH+DM+GAM). „Gerade im Jahr 2011 hat sich das Energy-Segment dynamisch entwickelt und viele neue Marken haben preisaggressiv um ein Stück vom Kuchen gekämpft“, erklärt Fritsch. Dabei hat dieser Preiskampf längst auch den Marktführer Red Bull erreicht, der derzeit mit unter anderem Wettbewerber Coca-Cola (Relentless) um mehr Ausstoß kämpft. „Der aggressive Preiskampf wird sich auch in Zukunft fortsetzen und weiter verschärfen. Das erste Halbjahr 2012 zeigt eine Konsolidierung, und es wird künftig nur eine Hand voll Marken eine Rolle spielen“, sagt Fritsch. Wie sich diese Konsolidierung auf die zahlreichen kleineren Marken auswirken wird, bleibt noch abzusehen.

Thomas Königsbauer, Geschäftsführer von Power Horse Energy Drinks, steht der Entwicklung positiv gegenüber: „Das letzte Geschäftsjahr war das erfolgreichste hinsichtlich Absatz, Umsatz und Ertrag in der Geschichte von Power Horse. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Dubai, Kalifornien. Die Produkte sind in mehr als 50 Ländern der Erde erhältlich. Die stärksten Märkte liegen derzeit im arabischen Raum und in Afrika, allerdings soll die ursprünglich österreichische Marke auch in Deutschland weiter wachsen, ohne sich allerdings am derzeitigen Preiskampf zu orientieren. „Für 2013 sehe ich keine Änderung in unserer Preisstrategie“, erklärt Königsbauer.

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