Das Pfandsystem galt viele Jahre als undurchsichtig und verwirrend für die Verbraucher. So waren unter anderem Fruchtsäfte in Einweg-Plastik von einer Pfandpflicht ausgenommen. Seit Januar 2022 gilt diese Ausnahme nicht mehr. Im Auftrag der Valensina Gruppe befragte GfK Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen 18 und 74 Jahren (insgesamt 1.000 Personen) nach deren Wissensstand und Meinung zu der ausgeweiteten Pfandpflicht. 74 Prozent aller Befragten war die Pfandpflicht demnach bekannt, und 90 Prozent fand aus Nachhaltigkeitsgründen die Einführung auch für Einweggetränkeflaschen und -dosen im Fruchtsaftbereich gut und richtig. 53 Prozent wünschen sich jedoch mehr Aufklärung über das Thema vom Handel und von den Herstellern. Erstaunlicherweise soll diese nur zu einem geringen Anteil über die Social-Media-Kanäle der Hersteller (5 Prozent), sondern vielmehr durch eine intensivere und direkte Kommunikation, wie auf den Etiketten (30 Prozent), erfolgen. Vom Handel wird eine gezielte Kommunikation durch Hinweise am Regal (22 Prozent), Information über Handzettel (8 Prozent) und Aufklärung durch das Personal im Supermarkt (9 Prozent) gefordert. „Wir haben durch die Ergebnisse der Umfrage sehr viele Informationen über den Wissensstand und die Wünsche von Verbraucherinnen und Verbrauchern in Erfahrung gebracht und damit Handlungsanweisungen für die nächsten Schritte erhalten“, erklärt Olaf Jark, Marketingleiter der Valensina Gruppe.
GfK-Studie Einweg-Pfand gewinnt Fans
Seit einem Jahr müssen Verbraucher auch für Fruchtsäfte ein Einweg-Pfand zahlen. Lauf GfK gibt es dafür Zuspruch.
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