Der niederländische Lebensmitteleinzelhandel will ab 2020 nur noch Fleisch aus nachhaltiger Erzeugung verkaufen. Das hat der Branchenverband kürzlich beschlossen. Derzeit diskutieren Handelsvertreter mit Entscheidungsträgern der Erzeuger- und Vermarkterebene, welche Anforderungen nachhaltig erzeugtes Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel erfüllen muss. „Fest steht: Nachhaltigkeit ist weit mehr als nur die weitere Verbesserung des Tierwohlseins“, so Ben Dellaert (Bild), Sekretär der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier. Es gehe darum, die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Produktionskette sowie den Energieverbrauch bei Mast und Schlachtung weiter zu senken.
Die niederländische Geflügelwirtschaft könnte durch den Einsatz effizienter Wärmerückgewinnungs- und Wärmespeichertechnologien in der Haltung den Energieverbrauch weiter verringern. Beim CO2-Fußabdruck hat Geflügelfleisch gegenüber Schweine- und Rindfleisch vor allem wegen der guten Futterverwertung der Tiere die Nase vorn.
Da etwa 70 Prozent des in den Niederlanden erzeugten Geflügelfleisches exportiert werden, muss die Branche ausloten, welche Positionen die ausländischen Handelspartner in Sachen Nachhaltigkeit beziehen. Gespräche mit Vertretern des deutschen LEH, dem bedeutendsten Abnehmer von holländischem Geflügelfleisch, sind in Planung.
Geflügel Mehr als nur Tierwohlsein
Ab 2020 wollen die niederländischen Handelsunternehmen nur noch Fleisch aus nachhaltiger Erzeugung verkaufen. Darauf bereitet sich die Geflügelbranche vor.
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