Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) schlägt wegen des Arbeitskräftemangels Alarm. In einer Branchenumfrage des BDSI klagten 84 Prozent der befragten Unternehmen über „massive Probleme mit der Besetzung von Stellen für einfache Tätigkeiten in der Produktion, für die keine Ausbildung, sondern nur eine Einarbeitung im Unternehmen erforderlich ist“. Mehr als die Hälfte der Unternehmen habe zudem Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende „für ernährungstypische und technische Berufe“ zu finden. „Wir brauchen nicht nur Fachkräfte aus dem Ausland, sondern dringend insbesondere Arbeitskräfte für einfache Produktionstätigkeiten“, fordert daher Bastian Fassin, Vorsitzender des BDSI. Die Bundesregierung solle den Bedarf der Unternehmen bei ihrem geplanten Einwanderungsgesetz berücksichtigen. Allerdings ist fraglich, ob sich die Personallücke mit Zuwanderern schließen lässt. Denn tatsächlich landen geringqualifizierte Zuwanderer oft im Sozialsystem. So ist die Zahl der ausländischen Hartz-IV-Bezieher seit 2015 nach Recherchen der „FAZ“ von 1,3 Millionen auf 2,4 Millionen gestiegen.
Arbeitsmarkt BDSI beklagt Personalmangel
Süßwarenhersteller finden kaum noch Ungelernte für einfache Tätigkeiten. Die Branche fordert mehr Zuwanderung.
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