Süßwaren Kein gutes Jahr

Zuckerwaren haben es derzeit schwer. Vor allem Hustenbonbons und Kaugummis laufen sehr schleppend. Fruchtgummis dagegen sind stabil.

Freitag, 26. März 2021 - Süßwaren
Andrea Kurtz
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Bildquelle: Getty Images

„Unsere Hustenbonbons liegen wie Blei in den Regalen“, gibt Perry Soldan, Chef von Dr. C. Soldan und der Marke Em-eukal, unumwunden zu. Es sei halt niemand mehr erkältet. Der Nielsen-Süßwarenmonitor bestätigt diese Entwicklung. 2,4 Prozent Umsatz verloren die Zuckerwaren insgesamt im Jahr 2020 – während salzige Snacks mit knapp 13 und Gebäck mit knapp 8 Prozent Wachstum eine sehr gute Entwicklung hinlegten. Der gesamte Bereich Süßwaren wuchs um über 6 Prozent im Umsatz. Einzelne Händler bestätigen diese Entwicklung. Von plus 50 Prozent bei Chips & Co. ist sogar die Rede, doch die Zuckerwaren mit Ausnahme der Fruchtgummis liegen im roten Bereich. Schaut man im Detail auf die letzten zwölf beziehungsweise vier Wochen, also die eigentliche Winterzeit, wird noch deutlicher, was Perry Soldan sagt: Knapp minus 5 sowie knapp minus 8 Prozent Umsatz sind hier zu beklagen. Kaugummis verloren um 14,5, Hustenbonbons um 10 Prozent. Die Fruchtgummis dagegen gewannen 2,8 Prozent im Umsatz.

Diese Entwicklung bekommen vor allem die Drogeriemärkte zu spüren; in diesen Vertriebsschienen zeigen sich deutlich höhere Verluste als bei den großen Verbrauchermärkten, den Supermärkten und Discountern.

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