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Functional Food Anti-Aging

Heidrun Mittler | 15. September 2010

Neue Ernährungs-Kampagne bei der Edeka-Südwest: Im Mittelpunkt stehen Lebensmittel, die einen hohen Anteil Antioxidantien aufweisen. 

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Eine Antifalten-Creme, die man essen kann? Dazu auch noch gesund ist und gut schmeckt? Immer her damit! Auch wenn das jetzt wissenschaftlich nicht korrekt (weil stark vereinfacht) ist: Es gibt Lebensmittel, die den Alterungsprozess verlangsamen können. In den USA schwören die Filmstars bereits darauf, und auch hierzulande wird das Thema allmählich aufgegriffen. Beispiel Smoothies: Einige Anbieter verarbeiten „Superfrüchte“ in ihren Mischungen, wie die Acai-Beere oder Acerola-Kirsche, weil sie viele Antioxidantien enthalten.

Die Edeka Südwest hat seit dem Sommer eine eigene Kampagne gestartet: „Fitness durch ORAC“, an der sich E-Center, Neukauf- und Aktiv-Märkte beteiligen. ORAC ist dabei die Abkürzung für eine Mess-Einheit (siehe nebenstehenden Kasten). Wie eine Sprecherin der Edeka Südwest mitteilt, sind bereits 500 bis 600 Mitarbeiter geschult worden. Aber derzeit sei es noch zu früh, um über die Resonanz berichten zu können.

Markus Petereit, Edeka-Kaufmann aus Bernkastel-Kues, macht mit und hält die Aktion für gut. Zugleich aber räumt er ein, dass sein Marktteam noch lernen müsse, „die Kommunikation zum Kunden zu intensivieren“. Das ist leichter gesagt als getan, schließlich jongliert man mit Begriffen wie „Antioxidantien“ oder „freie Radikale“. Deshalb lautet seine Forderung : Ein verständlicher Name für die Kampagne muss her!

Was die „Jungbrunnen“ im Sortiment sind? Hohe ORAC-Werte weisen auf: viele Früchte, darunter Holunder- und Blaubeeren, Johannis- und Brombeeren, Äpfel und Brokkoli, aber auch dunkle Schokolade und Rotwein, Traubenkernmehl (das zum Beispiel in Brot verbacken wird), grüner Tee, Ingwer, Knoblauch oder kalt gepresstes Olivenöl.

Hintergrund: ORAC


Die Abkürzung ORAC bezeichnet einen Messwert, genauer gesagt, die Kapazität, Sauerstoff-Radikale abzufangen (auf Englisch: oxygen radical absorption capacity). Je höher der Wert, desto mehr „freie Radikale“ können unschädlich gemacht werden.

Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, die bei vielen Stoffwechselprozessen im Körper entstehen und die Zellen schädigen. Besonders viele freie Radikale entstehen bei ungesunder Lebensweise (Alkohol, Rauchen, übermäßiger Stress, Medikamente usw.) oder bei vielen Krankheiten. Wenn es dem Körper nicht gelingt, die freien Radikale unschädlich zu machen, verlieren die Zellen ihre Funktionstüchtigkeit.

Der Körper versucht, die Schäden möglichst schnell zu reparieren, dazu benötigt er Antioxidantien wie die Vitamine A, C und E sowie spezielle Enzymsysteme. Bei hohen Belastungen – man spricht dann vom „oxidativen Stress“ – benötigt der Körper eine vergleichsweise große Menge an Antioxidantien, um das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Junge Menschen (bis zu einem Alter von etwa 20 Jahren) können Stress-Belastungen gut kompensieren, mit zunehmendem Alter lässt diese Fähigkeit nach. Wenn die Belastung mit freien Radikalen dauerhaft erhöht ist, kommt es zu Schädigungen der Zellen. Ein bekanntes Beispiel für die nachlassende Reparaturfähigkeit ist das „Photo-Aging“, also der Alterungsprozess der Haut, der durch Lichteinwirkung und Sonnenbestrahlung beschleunigt wird.

Seit kurzem gibt es einen einfach anwendbaren Urin-Test, mit dem man zuhause seine Belastung mit freien Radikalen ermitteln kann (kostet ca. 15 Euro, für zwei Messungen).
Weiterführende Informationen unter: www.oraxx.de


Bildergalerie


  • Antioxidantien stecken beispielsweise in Traubenkernen.
  • Aus dem Weg! Antioxidantien (hier: blaue Kugeln) bekämpfen die freien Radikale (silberne Kugeln).