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Fertigkuchen Modernes Handwerk

Susanne Klopsch | 05. April 2012

Hochwertige Zutaten, präzise arbeitende Maschinen, Back-Know-how: Industriell gefertigter Kuchen muss nicht nur schmecken, sondern nach Handarbeit aussehen.

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Backen ist Handwerk. Backen ist Handarbeit. Und Backen verlangt Präzision in allen Belangen. Verlangt perfekt aufeinander abgestimmte Prozesse, damit industriell gefertigte Produkte beim Kunden aussehen (und schmecken) als hätte dieser selbst den Rührlöffel geschwungen. Eben nach Handwerk.

Eigentlich ist es ganz einfach: Hochwertige Backerzeugnisse brauchen hochwertige Zutaten. Bei Kuchenmeister in Soest bedeutet dies beispielsweise, dass die türkischen Rosinen im Haus mehrfach sorgfältig gewaschen werden und zu letzt noch durch eine Röntgenanlage durchlaufen: Es muss sichergestellt sein, dass kein Fremdkörper mehr an den Früchten haftet. Erst dann werden sie mit anderen Zutaten, etwa im Christstollen, verbacken.

Modernes Backen kommt nicht ohne Roboter aus. Sie zerlegen maßgenau den Baumkuchenring in einzelne Baumkuchenspitzen. In der „Schoko-Dusche“ sorgen sie für die korrekte Veredelung der Produkte. Präzisionsarbeit leistet beim Verpacken der im Kühltunnel abgekühlten Baumkuchenspitzen die Roboterspinne: Mit leichtem Druck saugt sie die empfindliche Ware an und legt sie punktgenau in die Verpackung – 6.000 Stück werden so jede Stunde in die Verpackungen befördert. Beim Stapeln der Verpackungen ist dann aber wieder Handarbeit gefragt.

Computer sorgen auch dafür, dass das unternehmenstypische T in den Kuchenmeister-Marmorkuchen kommt – T wie Trockels. Der Name der Unternehmerfamilie ist Markenkennzeichen des Kuchens. Wo die Hausfrau daheim mit Gabel oder Kochlöffel den dunklen mit dem hellen Teig verwirbelt, ist in Soest Feinarbeit für den Computer angesagt: In die Backform wird eine exakt berechnete Menge dunkler Teig mittels Düse auf den hellen Teig aufgetragen. Und zwar mit genau dosiertem Druck, damit sich der dunkle Teig wie ein T im hellen darstellt.

Der zunehmende Einsatz von Computern und Robotern in der Großbäckerei hat nicht nur die Arbeitsabläufe verändert. Es sind auch neue Berufe entstanden – bei Kuchenmeister werden nicht nur Bäcker gebraucht. Genau so wichtig für durchgehend hervorragende Backergebnisse sind Menschen, die die Maschinen warten können, bei Bedarf reparieren und durch Innovationen immer wieder den veränderten Ansprüchen der Konsumenten anpassen können. Kuchenmeister bildet derzeit sieben Mechatroniker aus, bietet aber auch Ausbildung in acht anderen Berufen. Backen ist eben auch Handwerk.

Zum Unternehmen
Familie Trockels gründete das Unternehmen 1884. Derzeitiger Geschäftsführer ist Hans-Günter Trockels. Das Stammwerk ist in Soest, zwei weitere Produktionsstätten in Mettingen bei Osnabrück und in Duingen bei Hannover. 2011 erwirtschafteten die ca. 1.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 240 Mio. Euro (2010: 230 Mio. Euro).Das Sortiment (rund 500 Produkte) umfasst unter anderem Frische-Torten, Tortenböden, Blechkuchen, Folienkuchen, Bisquitrollen, Milchbrötchen, Baumkuchen sowie Saisonartikel wie Stollen. 55 Prozent der im vergangenen Jahrproduzierten 90.000 t werden unter der Marke Kuchenmeister angeboten, 31 als Handelsmarke, Industriemarken machen 14 Prozent der Produktionsmenge aus.

\\ www.kuchenmeister.de