Die Backstation hat laut Tuchlenski mehrere Vorteile: Sie kann 400 Brötchen pro Stunde backen, pro Backvorgang sind nur etwa 5 Minuten zu veranschlagen. „Das ist gerade Abends ein gutes Verkaufsargument, denn Sie haben immer frische Ware präsent “, sagt Tuchlenski. Auch die Bestückung der Station ist einfach: Die Teiglinge (derzeit vier Sorten) werden im unteren Teil der Station in eine Schublade gefüllt und dann nach und nach in einer Trommel gebacken. Anschließend fallen die Brötchen direkt unsortiert in die Ausgabeschütte – die Mitarbeiter müssen also nur im Auge behalten, dass genügend Ware zum Backen in der Backstation liegt. Kein verletzungsanfälliges Hantieren mehr mit heißen Backblechen, keine zu dunkel gebackenen Brötchen, weil der zuständige Mitarbeiter gerade nicht so schnell zur Backstation kommen konnte. „Die Handhabung ist so einfach, dass man letztlich keine Fachkräfte braucht“, ist Tuchlenski überzeugt. Er spricht von einem "Wertschöpfungs-Plus-Konzept“: Die zeitlich entlasteten Mitarbeiter könnten „frei werdende Kapazitäten für die Veredelung und Bearbeitung wertschöpfender Produkte nutzen“. Die erste Bakefresh-Backstation wurde im Sommer 2011 bei Kaiser’s Tengelmann installiert, inzwischen sind es neun – weitere sollen folgen. Die größere Einheit ist etwa 1,5 m breit und schlägt derzeit mit etwa 30.000 Euro zu Buche, es gibt noch eine kleinere Variante, die etwa 1 m breit ist.
Brot und Backwaren Neue Generation
Brötchen backen ohne Blech: Das ist der Kern eines neuen Typs von Backstation. Entwickelt wurde „Bakefresh“ gemeinsam von Markus Frenkel, Inhaber der Backwaren und -technik Vertriebs GmbH La nouvelle Boulangerie Berlin, und Tobias Tuchlenski, Regionsmanagement Kaiser’s Tengelmann.
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