Pizza-Markt „Die schnelle, günstige Mahlzeit verliert weniger“

Was GfK-Analysten so forsch formulieren, bewegt die Pizza-Hersteller zu mehr Innovationen.

Sonntag, 06. November 2022 - Sortimente
Andrea Kurtz
Artikelbild  „Die schnelle, günstige Mahlzeit verliert weniger“
Bildquelle: Adobe Stock

Im weiter starken Markt für Tiefkühlkost (plus 6 Prozent; im Vergleich: Food insgesamt plus 2,6; Quelle: GfK, 1. Halbjahr 2022) zählt Pizza mit knapp 13 Prozent zu den Gewinnern. Geschuldet ist dies allerdings den gestiegenen Preisen (plus 6,7 Prozent); in der Menge verlor der Gesamtmarkt 4,1 Prozent, die Pizza nur 2,7 Prozent. Am stärksten wuchsen zuletzt die Kategorien TK-Fertiggerichte (plus 14,9 Prozent), TK-Pizza und -Snacks (plus 12,8 Prozent) und TK-Backwaren (plus 10,9 Prozent). Pizza punktet dabei als schnelle und günstige Mahlzeit (siehe auch Seite 58), analysiert die GfK. Insgesamt ist bisher der Marktanteil der Herstellermarken nur leicht gesunken; die GfK rechnet aber auch mit einem Trading-down, also dem Wechsel der Kunden von der Hersteller- zur Handelsmarke.

Für die Pizza-Hersteller heißt das, sie müssen dem Kunden mehr bieten; sie müssen investieren in Geschmack, Innovationen und auch in Optik und Design.

Pizza, Pala und Pide kommen
Der Pizzamarkt sei heute so vielfältig wie nie zuvor, so Dr. Oetker. Die Bielefelder und auch Wettbewerber Nestlé Wagner präsentierten zuletzt Pinsa als neue Alternative. Bei der Pinsa ist der Teig aus Weizen-, Dinkel- und Reismehl sowie oft noch zusätzlich aus Sauerteig. „Die Pinsa zählt zu den bedeutendsten Innovationen des letzten Jahres“, heißt es bei Dr. Oetker. Auch die Palas (unter anderem von Point of Pizza, Ideas for Pizza) werden stärker; dabei handelt es sich um handgezogene längliche – dadurch besonders dünne – Formen, die aussehen, als kämen sie direkt von der Pizza-Schaufel. Und der neueste Schrei könnte die vom türkischen Schnellimbiss bekannte Pide werden: Teigschiffchen (von Point of Pizza oder Einhaus Backwaren) mit orientalischen Belägen.

Neue Optik für die Truhe
Nestlé Wagner geht jetzt zusätzlich den Weg eines Design-Relaunches und setzt damit auf dominante Optik. Unter „Original Wagner“ sollen ab sofort zunächst die Packungen für Steinofenpizza, für „Die Backfrische“ und die Piccolinis einen gut erkennbaren „Block“ in Truhe und Schrank bilden, erklärt Nestlé-Wagner-Chef Norbert Reiter.

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