Dr. Klaus Stadler, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), wies zu Beginn des Frühjahrsmeetings darauf hin, dass die Branche nicht nur das GDA-Modell befürworte, sondern es auch umsetze.
Auch Ministerin Ilse Aigner lobte die Branche. Sie machte deutlich, wie wichtig es sei, Transparenz zu schaffen und Vertrauen zu gewinnen. Sie verwies auf eine Studie, in der 85 Prozent der befragten Verbraucher angaben, deutschen Lebensmitteln zu vertrauen. Dieses Vertrauen müsse immer wieder neu erarbeitet werden. Dazu gehöre dann auch, den Wünschen der Verbraucher nach Auskunft über die Herkunft der einzelnen Bestandteile von Lebensmitteln nachzukommen. Bezeichnungen wie „aus Ländern der EU und Nicht-Ländern der EU" seien überholt und würden Verbraucher unnötig verunsichern.
Im Dialog mit der Bundesministerin wurde klar, dass es noch zu viele Definitionen für Lebensmittel gibt, die überholt sind. Einig waren sich die Teilnehmer auch über vorhandene Graubereiche bei Aromen und Geschmacksverstärkern. Bundesministerin Aigner wies nochmals auf die Kennzeichnung nach dem „1 plus 4"-Modell, dem Leitfaden des BMELV, hin. Das beschreibt, wie der Energiegehalt von Lebensmitteln nachvollziehbar dargestellt werden kann – was allerdings in der Branche der alkoholfreien Getränkehersteller bereits gelebte Praxis ist.
1 plus 4-Modell „Drauf sollte nur stehen, was drin ist"
Die Hersteller alkoholfreier Getränke sehen sich als Vorreiter in Sachen Nährwertkennzeichnung, sie orientieren sich am so genannten „1 plus 4"-Modell, dem Leitfaden des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).
Das könnte Sie auch interessieren
Supermarkt des Jahres 2026
Viel gelesen in Hersteller
-
Schweizer KäseAlpenflair in Hannover – wie Ruwisch und Zuck Thekenpersonal in einer Käsewelt schult -
So entsteht...Wie Südtiroler Speck Schritt für Schritt seinen typischen Geschmack bekommt -
So entsteht...Rund 100 Qualitätskontrollen bis ins Regal – der aufwendige Herstellungsprozess einer Gesichtscreme -
Salzige und herzhafte SnacksNüsse im Proteinboom – wo Vollsortimenter noch Potenzial verschenken
Im Gespräch - Hersteller
-
Famila-Warenhausleiter im Interview„Traditionelle Angebote sind erfolgreich“ – warum Klassiker zur WM den Unterschied machenOliver Wagner vom Famila-Warenhaus in Neustadt setzt zur Fußball-WM vor allem auf bewährte Sortimente statt teurer Aktionen – und erklärt, warum zu viel Event schnell zum Verlustgeschäft wird.
-
Ritter Sport„Nachhaltigkeit ist ein Marathon, kein Sprint“Mehr Nachhaltigkeit beim Kakao und bei anderen Zutaten ‒ das ist das Ziel der Schokoladenhersteller. Viel wurde bereits erreicht, doch es bleibt noch einiges zu tun. Benno Mauerhan spricht über Nachhaltigkeit, sein erstes Jahr als DACH-Chef und horrende Kakaopreise.