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Grillen Heiß auf Käse

Sabine Wygas | 23. März 2018
Grillen: Heiß auf Käse

Bildquelle: Gettyimages

Die Grillsaison steht an. Wer Fleischloses auf den Rost legen will, muss nicht zwangsläufig auf Fisch oder Gemüse zurückgreifen. Auch Grillkäse ist für viele eine Alternative und immer gefragter. Doch nicht jeder Käse lässt sich grillen.

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Bei den meisten herkömmlichen Käsesorten ist der Schmelzpunkt zu niedrig, und sie zerfließen förmlich auf dem Grill, informiert der Verbraucher Service Bayern (VSB). Doch auf dem Markt finden sich zahlreiche Grillkäse, die speziell für den Rost entwickelt wurden und bei denen genau das nicht passiert. Der bekannteste ist der Halloumi, ursprünglich aus Zypern und traditionell aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch hergestellt. Seine Konsistenz ist ähnlich wie die von Mozzarella, nur etwas fester und würziger. Beim Grillen behält er seine Form, weil bei seiner Herstellung keine Milchsäurebakterien zugesetzt werden, so der VSB. Dadurch sinke der pH-Wert nicht so stark ab wie bei schmelzfähigem Käse – denn der pH-Wert beeinflusst auch, wie schnell ein Käse schmilzt. Laut Christian Tasche, Marketing Direktor der Käserei Champignon Hofmeister, ist das Segment „Back & Brat“ das nach wie vor am dynamischsten wachsende der Kategorie Weichkäse. „Wer Käse grillen möchte, soll in erster Linie auch 100 Prozent Käse bekommen. Darauf setzt Rougette Cremiger Grillkäse“, so Tasche. Dieser vereine cremig-schmelzenden Weichkäse mit hundertprozentiger Grillstabilität. „Wer will schon einen Grillkäse, der beim Essen quietscht oder beim Grillen ausläuft?“, meint Tasche.

Gerade hat das Unternehmen eine neue Sorte Ofenkäse mit pikanter Barbeque-Note auf den Markt gebracht. Das rauchige, pikante Aroma soll demnach vor allem jüngere Käsefans ansprechen, heißt es. Weitere Abwechslung biete Champignon Hofmeister mit Rougette Mariniertem Grillkäse in der Grillschale.

Laut VSB haben jedoch vor allem marinierte Grillkäsesorten nicht wenige Kalorien, daher sollte man lieber darauf oder auch auf panierte Produkte verzichten und sich seine Marinade, wenn gewünscht, selbst zubereiten.


Um mehr Geschmack zu bekommen, rät der VSB, mit dem Käse einfach Gemüse zu grillen, wie Zucchini oder Paprika. Die liefern kaum Kalorien, dafür aber viele Vitamine und wertvolle Pflanzenstoffe.

Nicht in Alufolie grillen
„Grillkäse ist lecker, umweltfreundlich und vor allem super leicht herzustellen“, erklärt Jose Antunez, Marketingleiter bei der Garmo AG. Die Vorteile gegenüber Fleisch liegen für ihn auf der Hand: Grillkäse habe keine künstlichen Zusätze, enthalte keine Pektine, Gelatine oder Konservierungsstoffe. Grillkäse spiele bei Garmo eine sehr große Rolle. „Sowohl als Produkt als auch für die Marketingkommunikation, da die Marke ,GAZi‘ beim deutschen Endverbraucher ganz stark in Verbindung mit Grillkäse kommuniziert wird“, so Antunez.

Das Unternehmen biete verschiedene Sorten, darunter Grillkäse-Spieße mit Marinade, Grill- und Pfannenkäse oder einen Grillmix mit vier verschiedenen Geschmacksrichtungen in einer Packung. „Für alle Sorten gilt: Man sollte die Zubereitungsdauer beachten und das Produkt möglichst heiß genießen, denn sobald der Käse abkühlt, wird er zäh“, rät Antunez Der VSB empfiehlt, den Käse nicht in Aluminiumfolie zu grillen, da sich Bestandteile aus der Folie lösen können. Grillschalen seien dagegen ideal, da sie verhindern, dass Fett in die Glut tropft. Denn dies könne zur Entwicklung von Rauche und der Entstehung von krebserregenden PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) führen. Um Müll zu vermeiden, sollten Vielgriller laut VSB Grillschalen mit Keramikbeschichtung solchen aus Aluminium vorziehen.

„Für Zusatzumsätze im Handel empfehlen sich Promotions-Aktionen oder Gewinnspiele rund um die Grillsaison“, empfiehlt Tasche von Champignon Hofmeister. „Auch wir setzen rechtzeitig zum Angrillen starke Kaufimpulse durch eine Gewinnspielaktion.“ Die Andechser Molkerei Scheitz stellt ihren Bio-Grillkäse zum 1. April 2018 ein, zu den Gründen äußerte sich das Unternehmen jedoch nicht.